Frontansicht KiTa

Gefördert von der IFB Hamburg hat sich der Investor beim Bau der Kita kinderzimmer Lehmberg in Rahlstedt ganz bewusst für die Holzmodulbauweise entschieden. Denn der Rohstoff Holz schafft nicht nur ein gesundes Raumklima für Kinder und Mitarbeitende, sondern gilt auch als besonders nachhaltig. 

Seitenansicht KiTa

Kita Lehmberg: Zukunftsbauer Südwestansicht

Hell und einladend wirkt das dreistöckige Gebäude mit der Holzfassade an der Scharbeutzer Straße. Die rund 1.100 Quadratmeter umfassenden Räume für die 215 Kinder von der Krippe über den Elementarbereich bis hin zur Vorschule sind offen und lichtdurchflutet. Im Bewegungsraum können sie sich wetterunabhängig austoben, Rückzugsorte schaffen ein Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit. In den Gemeinschaftsräumen wird gespielt oder in Kinderküchen gekocht. Das große Außengelände umgibt das gesamte Haus und bietet jeder Altersgruppe viele Möglichkeiten, sich auszuprobieren – ob in der Sandkiste, an Kletterelementen, der Rutsche oder anderen Spielgeräten. 

Die tragenden Außen- und Innenwände wurden seriell in Holz-Fertigteilbauweise errichtet, auch für die Decken und das Dach wurde das Material verwendet. „Holz ist ein toller Rohstoff“, sagt John Klüver, Geschäftsführer des Investors und Bauträgers KlüKo Klüver & Kompanie Immobilien, der mit Haas Fertigbau (GU) die im April 2023 eröffnete Kita realisiert hat. „Wir haben uns für dieses Material entschieden, weil wir überzeugt sind, dass der Bau einer Kita eine nachhaltige Investition in die Zukunft ist und der nachwachsende Rohstoff dafür ideal passt.“

210 Kubikmeter Holz wurden für den Standort verbaut. Der Rohstoff reduziert nicht nur den CO2-Fußabdruck, sondern schafft ein gesundes Raumklima und eine Atmosphäre der Wärme und Geborgenheit – wichtig gerade für die Entwicklung der Kinder. Durch seine natürlichen Isolationseigenschaften trägt Holz zudem zur Reduktion des Energieverbrauchs bei und verbraucht 90 Prozent weniger Wasser als der Massivbau. Photovoltaikanlagen auf dem Dach und Luft-Wärmepumpen sorgen für eine umweltfreundliche Energieerzeugung. Rund 80 Prozent ihres Energiebedarfs deckt die Kita aus eigenen Quellen.

Klüver weist noch auf einen weiteren Vorteil hin: Die Fertigbauweise reduziert die Bauzeit erheblich. „Der Rohbau ging unheimlich schnell. Man konnte sehen, wie das Gebäude wuchs“, meint der Unternehmer und betont: „Mit diesem Bau setzen wir ein klares Zeichen für die Zukunft, indem wir ökonomische, ökologische und soziale Aspekte miteinander verbinden.“ 

Heckansicht KiTa

Kita Lehmberg: Spielespaß mit Dachterrasse Nordwestansicht

Die Errichtung der Kita kinderzimmer Lehmberg wurde mit knapp 100.000 Euro aus dem inzwischen ausgelaufenen Programm Modernisierung von Nichtwohngebäuden und Holzbau der IFB Hamburg unterstützt. Doch es gibt bereits eine Anschluss-Förderung: Das Programm Nachhaltiges Bauen zielt darauf ab, die Verwendung von klimaschonenden Baustoffen in der Gebäudekonstruktion zu fördern und damit den Einsatz von Ressourcen sowie die Emissionen von CO2 zu minimieren. Abhängig von den ermittelten Emissionen kann der Zuschuss bis zu 200.000 Euro betragen. 

Je niedriger der ermittelte Wert, umso höher die Förderung. Für die Qualitätssicherung-Holzbau und die Berechnung der Ökobilanz gibt es, wie zuvor, weitere Zuschüsse. Diese beiden Bausteine können auch unabhängig von einer Maßnahmenförderung beantragt werden. 

Für Klüver, selbst Vater zweier Kinder, war der Neubau der Kita gleich eine mehrfache Premiere. Es war die erste Kita, die er errichtet hat, der erste Holzbau und es war das erste Mal, dass der Rahlstedter eine Förderung durch die IFB Hamburg in Anspruch genommen hat. „Das war richtig gut“, sagt Klüver. „Weil die Qualität des Holzbaus überwacht wird. Und man bekommt einen finanziellen Anreiz, das Richtige zu tun.“