Die Behörde für Wirtschaft, Arbeit und Innovation setzt den erfolgreichen Förderaufruf #UpdateHamburg gemeinsam mit der IFB Hamburg auch im Jahr 2026 fort. Mit fast einer Million Euro werden sieben sozial-innovative Projekte unterstützt, die neue Wege finden, um das Zusammenleben in der Stadt gerechter, nachhaltiger und lebenswerter zu gestalten.
Die Förderung richtet sich an (Sozial-)Unternehmen, Hochschulen und weitere Organisationen, die innovative und praxisnahe Lösungen für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen in den Bereichen Soziale Teilhabe, Gesundheit, Bildung, Klima und Umwelt entwickeln. Gefördert werden sowohl Einzel- als auch Kooperationsprojekte.
Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Innovation: „Eine passendes Präventionsangebot finden, den Familienalltag bewältigen: Dabei brauchen Menschen Unterstützung, die sie tatsächlich erreicht. Hier setzen einige der sieben ausgewählten Projekte an. Andere entwickeln Lösungen, wie wir Ressourcen besser nutzen können. Mit #UpdateHamburg helfen wir ihnen, ihre Ideen in der Praxis zu erproben. Denn ob eine neue Idee etwas verbessert, zeigt sich im Alltag. Deshalb sind soziale Innovationen ein wichtiger Teil unserer Innovationsförderung.“
Ralf Sommer, Vorstandsvorsitzender der Hamburgischen Investitions- und Förderbank: „Die diesjährigen #UpdateHamburg-Projekte zeigen erneut die große Bandbreite gesellschaftlicher Innovation in Hamburg und bringen neue, praxisnahe Ansätze aus unterschiedlichen Bereichen zusammen. Mit der bereits zum fünften Mal umgesetzten Förderung schaffen wir den Raum, diese Ideen zu entwickeln und zu erproben und damit Impulse für eine lebenswerte Stadt für alle zu geben.“
Unter den zahlreichen qualifizierten Bewerbungen konnten sich die folgenden sieben Projekte im Wettbewerbsverfahren durchsetzen:
Arbeiter-Samariter-Bund Hamburg (ASB Hamburg)
ASB Hebammenmobil Hamburg: In Hamburg bestehen Zugangsbarrieren zur Hebammenversorgung, insbesondere für Frauen in Armut oder prekären Lebenslagen, Schutzsuchende, Frauen mit Sprachbarrieren sowie Frauen ohne Anbindung an das Gesundheitssystem. Im Projekt dient ein speziell ausgestattetes Fahrzeug als Behandlungs- und Beratungsraum und bringt medizinische sowie psychosoziale Unterstützung direkt in die Lebensrealität der Frauen.
Netzwerk Green Events
Green Events Manager (GEM): Ein digitales Managementsystem für nachhaltiges Veranstalten. Veranstaltende (u.a. Kulturschaffende, Sportveranstalter:innen oder Kongressorganisator: innen) sind keine Nachhaltigkeitsexpert:innen, daher hilft der digitale Green Events Manager mit Angeboten von eventspezifischen Maßnahmenlisten mit Vorlagen bis zu automatisch generierten Nachhaltigkeitsberichten und optionalen Zertifizierungen.
Stiftung Kinderlotse
Kidscare Lifeline ist eine digitale Kommunikations- und Versorgungsplattform zur Unterstützung von Familien, die ein zu früh geborenes, chronisch krankes oder behindertes Kind versorgen. Sie verbindet Familien, Leistungserbringer, Kliniken, Beratungsstellen und weitere Akteure in einem gemeinsamen digitalen Versorgungsraum.
Einfal gGmbH & Fairwertung e. V.
Hamburger Textil-Kreislauf-Hub im Kontext des neuen Textilgesetzes der Bundesregierung: Das Projekt entwickelt und erprobt einen Textil-Kreislauf-Hub als sozialwirtschaftlich getragenes Modell lokaler Wiederverwendungskreisläufe. Sozialkaufhäuser (sowie zukünftig weitere sozialwirtschaftliche Akteure) sollen als Infrastrukturpartner für zukünftige EPR-konforme Strukturen (erweiterte Herstellerverantwortung) sichtbar und anschlussfähig gemacht werden.
Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf & Max-Planck-Institut für Bildungsforschung
Forschungsbereich Mensch und Maschine
Mental health Empowerment tool for Reintegration and Aftercare (MERA): Im Projekt „MERA“ wird ein generativer, dialogbasierter KI-Begleiter für Menschen nach einer (teil-) stationären psychiatrischen Behandlung entwickelt. MERA unterstützt Nutzer:innen niedrigschwellig und sicher dabei, die Zeit nach der Behandlung und den Übergang in den Alltag zu bewältigen, Kontakte wiederaufzubauen und erlernte Strategien umsetzen.
Goldeimer gGmbH
Update für die sanitäre Infrastruktur in Hamburgs Kleingärten: Pilotierung eines Versorgungs- und Verwertungsangebots für sanitäre Infrastruktur in Hamburgs Kleingärten. Erprobt wird ein Sammlungs- und Logistikkonzept wasserloser Trockentoiletten, sowie die industrielle Verwertung zu hygienisiertem Kompostdünger.
Kindermuseum Hamburg e. V. & beWirken gGmbH
„Urbaneo Unterwegs“ entwickelt eine physische Beteiligungs-Toolbox (mit digitalen Elementen), anhand derer Jugendliche in Schulen, Jugendzentren und Bibliotheken Zukunftsbilder Hamburgs entwerfen und eigene Ideen in Stadtentwicklungsprozesse einbringen können.
Hintergrundinformationen
Das Förderprogramm #UpdateHamburg wurde im Rahmen der Social-Entrepreneurship-Strategie als fester Bestandteil der Innovationsförderung verstetigt und in diesem Jahr bereits zum fünften Mal umgesetzt. Ein weiterer Förderaufruf ist von der IFB Hamburg für Frühjahr 2027 geplant. Dann ist eine erneute Bewerbung möglich. Die Auswahl trifft ein Fachgremium, das interdisziplinär zusammengesetzt ist.
Weitere Informationen
Innovationspolitik in Hamburg: InnovationsAllianz Hamburg
Social-Entrepreneurship-Strategie der Freien und Hansestadt Hamburg
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