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Leidenschaft für Bierspezialitäten

Vielfältig, überraschend, mit ganz viel Geschmack: Die Macher der Landgang-Brauerei wollten Biere brauen, die anders sind als andere. Ein Förderkredit der IFB Hamburg half bei der Umsetzung der Idee. Inzwischen sind die vielfach preisgekrönten Biere in ganz Norddeutschland zu haben.

Kein Bier für die Masse

„Weizheit“, „Dunkle Macht“, „Hopfnung“ – jedes Bier trägt seinen eigenen Namen, es hat seinen eigenen Charakter. „Nussferatu“ etwa, ein malziges Ale mit einem deutlichen Nussgeschmack, ergänzt mit einer leichten Marzipan- und Schokoladennote. „Unsere Biere gefallen nicht allen“, sagt Lars Grosskurth, einer der Gründer von Landgang. „Aber diejenigen, denen sie gefallen, die sind begeistert.“
 
Der Betriebswirt Grosskurth, einst Marketingverantwortlicher und Geschäftsführungsmitglied eines anderen Unternehmens, stieß bei einer einjährigen Tour mit Familie und Camper-Bus durch Europa auf junge, kleine Brauereien, die aromaintensive, nicht behandelte Biere brauten. „Alles, was ich zuvor getrunken hatte, kam mir danach fast langweilig vor. Ich war hingerissen davon, dass man Bier auch anders herstellen kann, und habe gedacht: Okay, wenn mich das fasziniert, könnte es auch andere faszinieren.“
 
Zurück in Hamburg setzte er sich gemeinsam mit Freunden intensiver mit der Idee auseinander, langsam wurde sie konkreter. Zunächst testweise stellte das Gründer-Trio bei anderen Brauereien sein Bier her und fand Händler, die bereit waren, es zu verkaufen. „Das hat erstaunlich gut funktioniert“, erinnert sich Grosskurth.

Gründung mit Hilfe der IFB Hamburg

Der nächste Schritt lag dann nahe: die eigene Brauerei. Um sie bauen zu können, brauchte es vieles – ein verlässliches Geflecht an Zulieferern, diverse Braukessel, eine großzügige Immobilie mit ausreichend Platz und vor allem: Kapital. „Wir waren Neulinge, die Finanzierung war ein Riesenthema“, sagt Grosskurth. „Deshalb waren wir sehr froh und dankbar, dass die IFB uns in ihr Förderprogramm aufnahm. Ohne diese Unterstützung wäre es nicht gegangen, wir hätten keine Chance gehabt, unsere Idee zu verwirklichen.“
 
2016 wurde am Beerenweg in Altona die Brauerei eingeweiht, die mehr ist als ein Brauhaus – sie ist auch ein Ort für Events. An der Bar, einem umgebauten 20-Fuß-Seecontainer mit alten Holzplanken, werden Biere am Zapfhahn ausgeschenkt, nicht nur eigene Kreationen, sondern auch die von befreundeten Brauereien. Auf Führungen wird Schritt für Schritt der Produktionsprozess erklärt. In Braukursen lernen Interessierte, ihr eigenes Bier zu brauen, und natürlich gibt es auch Verköstigungen. 

„Wir wollen die Leute in den Geschmack des Biers einführen. Viele trinken die Flaschenbiere aus der Fernsehwerbung, da schmeckt und riecht man wenig“, meint Grosskurth. Bei den Landgang-Bieren, besonders aus dem Glas getrunken, sei das anders. „Bier ist von der Aromapalette vielfältiger als Wein, man kann es hervorragend mit vielen Gerichten kombinieren.“ Zu scharfen asiatischen Speisen passe etwa bestens „Amerikanischer Traum“, ein kräftiges, bitteres Bier mit dem harzigen Duft von Pinien.
 
Diverse Preise haben die Landgang-Biere gewonnen, ausgezeichnet wurde die Landgang-Version des Hamburger Senatsbocks etwa als das deutsche Bier des Jahres 2020. Auf ein Massenpublikum zielt die Brauerei dabei nicht ab, bei Discountern wird es ihre Produkte nicht geben. „Unsere Kunden sind vielfach Menschen, die sich bewusst ernähren, die sich mit Lebensmitteln auseinandersetzen. Viele kochen auch gerne“, erzählt Grosskurth. Für die Qualität ihres Getränks sind sie bereit, etwa das Dreifache des Preises eines gewöhnlichen Biers zu zahlen.
 
Der Erfolg gibt den Machern der Landgang-Brauerei recht. Trotz Corona und eines schrumpfenden Gesamtmarkts für Bier ist der Absatz im Jahr 2020 um rund 30 Prozent gewachsen, 15 Mitarbeitende beschäftigt das Unternehmen inzwischen. Was als Nächstes kommt? „Wir wollen weiter deutlich wachsen“, sagt Grosskurth.

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