Hamburger Wohnraumförderung ist Erfolgsmodell | IFB Hamburg

Hamburger Wohnraumförderung ist Erfolgsmodell

In 2019 hat die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB) Förderungen für den Bau von 3.551 sozial gebundenen Neubauwohnungen bewilligt. Im selben Zeitraum wurden 3.717 sozial gebundene Neubauwohnungen fertiggestellt.

Auch für 2020 stellt der Senat ein genauso umfangreiches Programm für den geförderten Wohnungsbau zur Verfügung wie für 2019. Es können auch in diesem Jahr mindestens 3.000 Neubauwohnungen gefördert werden. Die 2019 verlängerte Mindestbindungszeit von 15 auf 20 Jahre ist gut angenommen worden, Förderungen für 1.582 Wohnungen konnten sogar mit 30-jährigen Bindungen ausgereicht werden.

Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt: „Unsere Anstrengungen für mehr bezahlbaren Wohnraum in unserer Stadt zahlen sich aus. Das belegen die heute vorgelegten Zahlen eindrucksvoll: Über 3.700 Sozialwohnungen wurden 2019 fertiggestellt, zuletzt gelang dies vor 20 Jahren! Zudem sind die Bewilligungszahlen mit über 3.500 geförderten Neubauwohnungen sehr hoch. Auch im bundesweiten Vergleich werden in Hamburg seit Jahren bezogen auf die Einwohnerzahl die meisten Sozialwohnungen gebaut. In Hamburg wurden in den letzten beiden Legislaturperioden, rund 25.000 Sozialwohnungen im Neubau gefördert, mehr als 18.000 davon sind bereits fertiggestellt. Wir sind auf einem sehr guten Weg, den Sozialwohnungsbestand in unserer Stadt weiter zu stabilisieren, dies wird auch Wirkung auf den gesamten Hamburger Wohnungsmarkt haben.“

Ralf Sommer, Vorstandsvorsitzender der IFB Hamburg: „Wir haben für 5.335 Wohnungen eine Förderung bewilligt, um damit neue Mietpreis- und Belegungsbindungen zu schaffen oder bestehende Bindungen zu verlängern. Mit unserer Förderung unterstützen wir den Erhalt von bezahlbaren und zeitgemäßen Wohnungen, die insbesondere Haushalten mit kleinen und mittleren Einkommen helfen.“

Wohnraumförderung 2019: 
2019 konnten Förderbewilligungen für insgesamt 3.551 Wohnungen mit Mietpreis- und Belegungsbindungen ausgesprochen werden (2018: 3.001). Damit hat Hamburg das Ziel deutlich übertroffen, 3.000 Neubauwohnungen zu fördern.
Der größte Teil davon (3.058 Wohnungen) sind klassische Sozialwohnungen mit einer Anfangsmiete von 6,60 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Hinzu kommen 493 Wohnungen im 2. Förderweg für Haushalte mit mittleren Einkommen und einer Anfangsmiete von 8,70 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

Zusammengerechnet ergeben die Förderung von Neubauwohnungen und die Förderprogramme für den Woh-nungsbestand mit Mietpreis- und Belegungsbindung in 2019 Förderungen mit Bindungswirkung für insgesamt 5.335 Wohnungen. Im Jahr 2019 wurden 3.717 neue Sozialwohnungen fertiggestellt 2018: 2.466).
Die Neubauförderung wird von verschiedenen Investorengruppen in Anspruch genommen. Auf das stadteigene Unternehmen SAGA fallen 2019 über 34 Prozent der bewilligten Sozialwohnungen – 1.210 Wohnungen der SAGA konnten im letzten Jahr bewilligt werden. In die soziale Wohnraumförderung haben außerdem Wohnungsbaugenossenschaften (24 Prozent) und private Investoren (37 Prozent) investiert.

Wohnraumförderung 2020:
Die Wohnraumförderung 2020 wird auf demselben hohen Niveau wie 2019 fortgeführt. Es stehen wieder Mittel für mindestens 3.000 Wohnungen im geförderten Mietwohnungsneubau zur Verfügung, für 5.130 Wohnungen in der Modernisierungsförderung und für die Förderung von 1.300 Belegungsbindungen im Bestand.
Die Neubauförderung erfährt einige Förderverbesserungen: Es wird eine Fördererhöhung um 2 % als Ausgleich für steigende Baukosten zu Beginn des Jahres 2020 vorgenommen. Zugleich steigen die Anfangsmieten für neu geförderte Wohnungen sehr moderat um 0,10 Euro/qm im Monat, im 1. Förderweg auf 6,70 Euro/qm monatlich, im 2. Förderweg auf 8,80 Euro/qm. Zusätzlich wird es im Jahr 2020 neue optionale Förderbausteine geben, die die Förderung noch flexibler an Besonderheiten von Bauvorhaben anpassen.
Für das Jahr 2020 steht für die Neubewilligungen insgesamt ein Förderbarwert von rund 290 Mio. Euro zur Verfügung.

Bild Credits:

  • IFB Hamburg / Jörg Müller
  • IFB Hamburg Jörg Müller
  • EY / Behörde für Umwelt und Energie
  • IFB Hamburg / Sandra Gätke