Bau von bezahlbaren Wohnungen im Fokus | IFB Hamburg

Bau von bezahlbaren Wohnungen im Fokus

Mit zinsgünstigen Darlehen und Zuschüssen hat die IFB Hamburg auch 2018 dazu beigetragen, dass in Hamburg neuer und vor allem bezahlbarer Wohnraum entsteht. Seit vier Jahren in Folge wurde eine Förderung für mehr als 3.000 neue Wohnungen bewilligt.

Hamburg ist eine attraktive Metropole mit einem vielfältigen Angebot an Kultur, Bildung und Wissenschaft sowie prosperierenden Unternehmen. So verwundert es nicht, dass die Stadt alljährlich um mehr als 20.000 Einwohner wächst. Selten war daher die Nachfrage nach bezahlbaren Wohnungen in Hamburg so hoch wie zurzeit. Dabei stehen nicht mehr nur einkommensschwache Haushalte im Fokus, auch für Familien mit mittlerem Einkommen wird es zusehends schwerer, passenden Wohnraum zu finden.

Die Zahlen unserer Förderbilanz für die mehr als 20 Förderprogramme sprechen 2018 erneut für sich: Insgesamt konnten wir für den Bau von 3.032 neuen Wohneinheiten, Mietwohnungen und Eigenheimen, Förderzusagen erteilen. Durch die Bewilligung von 2.529 Modernisierungen von Mietwohnungen und Eigenheimen hat die IFB Hamburg unter Berücksichtigung des Klimaschutz-Aspekts einen wichtigen Beitrag zur Schaffung zeitgemäßen Wohnraums geleistet. Für sämtliche von der IFB Hamburg angebotenen Wohnungsbauprogramme wurden 2018 Darlehen in nomineller Höhe von insgesamt 424,9 Mio. Euro bewilligt, davon 126,8 Mio. Euro als KfW-Durchleitungsdarlehen. Darüber hinaus wurden Zuschüsse in Höhe von 236,2 Mio. Euro gewährt.

Wohnraum für Haushalte mit kleinem und mittlerem Einkommen

Seit acht Jahren gibt es das „Bündnis für das Wohnen“. Gemeinsam mit der Hamburger Wohnungswirtschaft macht sich der Senat für mehr Wohnungsbau in der Stadt stark. Gestartet mit dem gemeinsamen Ziel, pro Jahr 6.000 Wohnungen auf den Weg zu bringen, wurde 2017 die Zahl auf 10.000 Wohnungen angehoben. Ein Drittel davon, d. h. rund 3.000 Wohnungen, sollte als bezahlbare Wohnungen unter Zuhilfenahme öffentlicher Gelder gefördert werden.
Diesen Anforderungen konnte die IFB Hamburg gerecht werden: So haben wir im Berichtsjahr für 3.001 neue Mietwohnungen eine Förderung zugesagt und dementsprechend die guten Ergebnisse der letzten Jahre fortgeschrieben. Der Förderanteil an „klassischen“ Sozialwohnungen ist im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben.
Entsprechend wurden 2.546 Wohnungen im 1. Förderweg inklusive Mietpreis- und Belegungsbindung bewilligt. 455 Wohnungen wurden im Rahmen des 2. Förderwegs für Haushalte mit mittlerem Einkommen genehmigt. Der 2. Förderweg hat sich somit mit einem Anteil von rund 15 Prozent an der Förderung weiterhin etabliert.
Die Bewilligungen für den Neubau von Wohnungen verteilen sich über die ganze Stadt. Schwerpunkte bilden die Bezirke Nord, Mitte und Wandsbek, in denen jeweils mehr als 600 geförderte Wohnungen entstehen werden. Gut 35 Prozent der geförderten Wohnungen werden von der SAGA Unternehmensgruppe errichtet. Mehr als ein Viertel der geförderten Wohnungen wird von weiteren etablierten Bestandshaltern, den Genossenschaften, gebaut. Dies sichert langfristig bezahlbaren Wohnraum in Hamburg. Ein Anteil von 15 Prozent der Wohnungen wird im Auftrag von privaten Investoren gebaut. Dies zeigt, dass Investitionen in den geförderten Wohnungsbau auch für Kapitalgesellschaften und Privatpersonen rentabel sind.

Bedarfsgerechte Differenzierung der Wohnungen

Der demografische Wandel und die Anforderungen aus unterschiedlichsten Lebenssituationen werden bei der Förderung berücksichtigt: Bei der Wohnungsgröße wird eine bedarfsgerechte Differenzierung vorgenommen, die für eine gute Durchmischung der Bewohner innerhalb eines Bauprojektes sorgt. Mehr als die Hälfte der bewilligten Wohnungen hat zwei und weniger Zimmer auf maximal 60 m2. Bewilligt wurden außerdem 128 Wohnungen für Studierende und Auszubildende, davon 116 Ein- und Zwei-Zimmer-Apartments. Für Senioren sind 420 Wohnungen im 1. und 2. Förderweg geplant, die überwiegend zwei Zimmer haben werden.
Eine stufenlose Erreichbarkeit, rollator- und kinderwagengerechte Türen sowie Badezimmer, die genug Raum für einen Rollstuhl bieten, gehören mittlerweile zum Standard der allermeisten geförderten Wohnungen. Rund 15 Prozent der Wohnungen werden mit noch darüber hinausgehenden Maßnahmen direkt an die besonderen Bedürfnisse älterer und behinderter Menschen angepasst.
Zusätzlich werden Mobilitätskonzepte wie Carsharing und Investitionen in Ladesäulen unterstützt.

Zuschüsse Für Modernisierung

Nach der Umstrukturierung im Vorjahr wurden die Programme für energetische und umfassende Sanierung, Umbauten für barrierefreies Wohnen sowie Modernisierung oder Ersteinbau einer Aufzugsanlage gut nachgefragt. So konnte im Bereich der Aufzugsförderung eine deutliche Steigerung verzeichnet werden. Aufgrund der hohen Neubautätigkeit verbunden mit der Verknappung der Baukapazitäten lag die Nachfrage nach Modernisierungsförderungen leicht unter dem Vorjahresniveau.
Insgesamt wurden 2018 Zuschüsse in Höhe von rund 18 Mio. Euro zur Erneuerung von 1.845 Mietwohnungen bewilligt. Die meisten Vorhaben gab es in Wandsbek. Etwa 70 Prozent der geförderten Wohneinheiten gehören zum Bestand der SAGA Unternehmensgruppe bzw. der Wohnungsbaugenossenschaften.

Unser Beitrag zu günstigen Mieten

2018 lag die Zahl der in Hamburg verfügbaren Wohnungen mit einer Mietpreis- und/oder Belegungsbindung bei 83.298. Die Tendenz ist weiterhin rückläufig. Durch die Ausweitung der Förderung in den letzten Jahren konnte die Entwicklung jedoch entschleunigt werden. Im Fokus steht die Schaffung von Wohnraum für Zielgruppen mit besonders großen Schwierigkeiten, eine Wohnung zu finden.
So konnten 2018 insgesamt 4.082 neue Bindungen geschaffen werden. Hauptsächlich gehen diese auf den Mietwohnungsneubau zurück, im Rahmen dessen auch 231 Wohnungen für vordringlich wohnungssuchende Haushalte bewilligt wurden. Auch durch geförderte Modernisierungen (931 Wohnungen) und den Ankauf von Belegungsbindungen (150 Wohnungen).

Bild Credits:

  • IFB Hamburg / Steven Haberland
  • IFB Hamburg / Steven Haberland
  • IFB Hamburg / Jörg Müller
  • IFB Hamburg / Sandra Gätke