#CoronaHH: Corona Recovery Fonds mit Hilfen für den Mittelstand massiv aufgestockt | IFB Hamburg

#CoronaHH: Corona Recovery Fonds mit Hilfen für den Mittelstand massiv aufgestockt

Wirtschafts- und Finanzbehörde ziehen nach einem Jahr Corona-Hilfen Bilanz

Gut ein Jahr nach dem Start der Corona-Unternehmenshilfen zieht der Hamburger Senat eine positive Bilanz. Mit direkten Förderungen, unterschiedlichen Beteiligungen, günstigen Krediten sowie Steuer- und Miethilfen wurden in den vergangenen Monaten zahlreiche Programme auf den Weg gebracht – jeweils angepasst an die Ansprüche der unterschiedlichen Branchen und Unternehmensgrößen. Das geschah stets abgestimmt auf die Hilfen des Bundes. Zusätzlich hat der Senat heute die erneute Aufstockung und Verlängerung des Corona Recovery Fonds beschlossen. Das neue Angebot ist die passgenaue Verzahnung mit dem Hamburger Stabilisierungsfonds (HSF) und erweitert den möglichen Empfängerkreis im Hamburger Mittelstand. 

Nachdem das verfügbare Volumen für die stillen Beteiligungen des Corona Recovery Fonds bereits im Januar erhöht und die Laufzeit um sechs Monate bis Ende Juni verlängert wurden, legt Hamburg noch einmal nach.

Standen bisher 800.000 Euro als maximaler Förderbetrag für ein mittelständisches Unternehmen unter der Kleinbeihilfenregelung zur Verfügung, können Hamburgs Mittelständler nun bis zu 1,8 Millionen Euro beantragen. Unternehmen, die also bereits mit bis zu 800.000 Euro gefördert wurden, können nun zusätzliche Hilfen beantragen. Beispielsweise kann damit auch nach der Inanspruchnahme von Bundeshilfen als Kleinbeihilfe zusätzlich eine Beteiligung durch den Corona Recovery Fonds beantragt werden. Möglich ist das nach der vierten Änderung der Bundesregelung Kleinbeihilfen vom 12. Februar 2021. Damit konnte nicht nur die maximale Fördersumme auf 1,8 Millionen Euro erhöht werden, sondern auch die Laufzeit des Programms bis zum 31. Dezember 2021 verlängert werden. 

Der Corona Recovery Fonds ist ein wesentlicher Baustein, der im Rahmen des Hamburger Corona Schutzschirms aufgelegt wurde. Mit dem Fonds fördert Hamburg innovative Startups und wachstumsorientierte Mittelständler, die durch die Coronakrise in Schwierigkeiten geraten sind, mit stillen Beteiligungen. Durch die Erhöhung des maximalen Förderbetrages kann der aufgestockte Corona Recovery Fonds mehr Unternehmen als bisher unterstützen. Diese können jetzt von den, im Vergleich zum Hilfsprogramm Hamburger Stabilisierungsfonds (HSF) niedrigschwelligeren Antragsbedingungen profitieren. Denn der HSF unterliegt der Bundesregelung Rekapitalisierung und hat damit aus rechtlichen Gründen höhere Zugangskriterien für Unternehmen – die heutige Aufstockung macht damit für die notleidenden Unternehmen gewissermaßen einen „HSF light“ möglich.  

Mit dem heutigen Senatsbeschluss wurde durch die Bereitstellung von weiteren 30 Millionen Euro Ko-Finanzierungsmitteln auch die Grundlage für die Nutzung potentieller weiterer Bundesmittel gelegt. Damit könnten bis zu 100 Millionen Euro weiteres Beteiligungskapital über den Corona Recovery Fonds bereitgestellt werden.

Wirtschafts- und Innovationssenator Michael Westhagemann: „Fakt ist, dass viele Unternehmen aufgrund der Pandemie weiterhin auf Hilfen angewiesen sind. Wir lassen sie nicht im Regen stehen und passen deshalb unsere Coronahilfen an ihre Bedürfnisse an. Der aufgestockte und verlängerte Corona Recovery Fonds erreicht die Unternehmen, für die der Hamburger Stabilisierungsfonds nicht in Frage kommt. Mit bis zu 1,8 Millionen Euro wollen wir sie durch diese schwere Zeit bringen. Dass dieses Beteiligungsprogramm dafür das richtige Instrument ist, zeigen die aktuellen Zahlen: 117 Hamburger Unternehmen haben bisher Zusagen über insgesamt 41,6 Millionen Euro aus dem Corona Recovery Fonds erhalten. Weitere 23 Anträge über insgesamt 8,8 Millionen Euro werden derzeit geprüft. Knapp die Hälfte der bisher zur Verfügung stehenden Mittelfür den Corona Recovery Fonds sind also bereits gebunden.Deshalb bin ich froh, dass wir das Kapital noch einmal deutlich erhöhen konnten.“

Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: „Der immer noch anhaltende Lockdown ist für alle Beteiligten eine extreme Herausforderung, für viele der von den Corona-bedingten Maßnahmen betroffenen Unternehmen nicht selten existenzbedrohend. Der Hamburger Corona-Schutzschirm ist seit einem Jahr weit aufgespannt und wir kämpfen weiter um Unternehmen und Arbeitsplätze mit einem Maßnahmenbündel, das sich im Ländervergleich sehen lassen kann. Permanent arbeiten wir daran, dass unsere Hilfen bestehende Lücken in der Bundesförderung schließen und zu den Bedürfnissen der Hamburger Unternehmerinnen und Unternehmern passen. Der heutige Senatsbeschluss verknüpft die Hilfen für den Mittelstand und vereinfacht es für die Unternehmen erheblich, an dringend benötigtes Beteiligungskapital zu gelangen – quasi ein „HSF light“. Mit der Öffnung der Antragsvoraussetzungen können wir nun noch mehr Unternehmen unterstützen! An den weiteren Programmen - Härtefallfonds, Neustartfonds für City & Zentren sowie Mietzuschüsse bei Leerstand – arbeiten unsere Behörden mit Hochdruck.“

Ralf Sommer, Vorstandsvorsitzender der Hamburgischen Investitions- und Förderbank: „Seit einem Jahr unterstützen wir nunmehr die Hamburger Wirtschaft bei der Bewältigung der Folgen der Corona Pandemie und haben bisher über 94.000 Anträge mit insgesamt über 1,1 Mrd. € ausgezahlt. Allein seit Beginn des Jahres haben wir rd. 450 Mio. € an Überbrückungshilfen gewähren können. Nach dem uns der Bund seit dem 18. März in die Lage versetzt hat, können wir endlich die regulären Auszahlungen der Überbrückungshilfe III vornehmen. Es freut mich, dass der Senat die Aufstockung des Corona Recovery Fonds beschlossen hat, so können wir die Hamburger Wirtschaft noch besser mit Beteiligungskapital unterstützen. In die gleiche Richtung zielt das neue Angebot, welches von unserem Partner der Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg angeboten und aus dem Corona Recovery Fonds finanziert wird.“

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