Qualitätssicherung Backsteinfassaden

Dem Erhalt von stadtbildprägenden Backsteinfassaden kommt in der Modernisierung eine besondere Bedeutung zu. Deshalb ist auf Initiative der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (heute aufgeteilt in Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) und Behörde für Umwelt und Energie BUE) bei öffentlich geförderten Modernisierungsmaßnahmen eine Qualitätssicherung für Backsteinfassaden eingeführt worden.

Bei Gebäuden, für die eine sogenannte Backsteinrelevanz festgestellt wird, bietet die IFB Hamburg eine Förderung für den Erhalt oder die Rekonstruktion von Klinkerfassaden an. Dabei werden insbesondere die Verkleidung der gedämmten Fassadenflächen mit Klinkerriemchen oder Vollsteinen sowie die Fugensanierung von zu erhaltenden Fassadenfläche mit Zuschüssen gefördert. Der unterschiedlich hohe Aufwand der Maßnahmen wird durch eine entsprechende Staffelung der Zuschusshöhe berücksichtigt.

Vom Qualitättssicherungs-Verfahren sind alle Gebäude betroffen, die eine Backsteinfassade haben oder deren Fassade teilweise über Backsteinflächen verfügt. Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen, sind vom Verfahren nicht betroffen.

Wie ist das Verfahren? Wer trägt die Kosten?

Seit 2012 wurde in enger Zusammenarbeit mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) ein Verfahren zur Erhaltung der Backsteinfassaden entwickelt. Im Rahmen der Modernisierungsförderung wird durch die IFB Hamburg geklärt, ob ein Gebäude Backsteinrelevant ist oder nicht.

Unterstützt wird die IFB Hamburg dabei von autorisierten Qualitätssicherern für Backsteinfassaden und einem Gremium aus Mitarbeitern der BSW und Vertretern der Wohnungswirtschaft. Ist die Fassade des Gebäudes stadtbildprägend, wird zunächst zwischen Qualitätssicherer und Bauherr ein Fassadenkonzept abgestimmt. Auch die Umsetzung wird vom Qualitätssicherer begleitet. Wenn für das Gebäude keine Backsteinrelevanz festgestellt wird, gibt es im Zusammenhang mit der IFB-Förderung für den Bauherrn keine weitere Verpflichtung im Hinblick auf die Gestaltung der Gebäudefassade. Die Förderung für eine freiwillige Backsteinverkleidung gedämmter Fassaden kann trotzdem in Anspruch genommen werden.

Die Qualitätssicherung von Backsteinfassaden wird von der IFB Hamburg beauftragt und vergütet.

Beratung und Klärung der Backsteinrelevanz

Wir empfehlen das Bauvorhaben zum frühestmöglichen Zeitpunkt bei der IFB Hamburg vorzustellen und sich zum weiteren Verfahren beraten zu lassen.

Wie wird man Qualitätssicherer für Backsteinfassaden?

Um als Qualitätssicherer für Backsteinfassaden im Auftrag der IFB Hamburg tätig sein zu können, müssen Fachleute eine Fortbildung zum Backsteinberater, die von der Hamburgischen Architektenkammer angeboten wird, absolvieren.  Darüber hinaus werden einem Gremium aus Mitarbeitern der BSW und Vertretern der Wohnungswirtschaft auf Grundlage von Referenzen die ausreichende Berufserfahrung in der Modernisierung vorgestellt. Dieses Gremium ernennt dann die Fachleute zu Qualitätssicherern für Backsteinfassaden, die abschließend von der IFB Hamburg im Verfahren geschult werden.

Folgende Förderprogramme sind bei ihrer Ausführung von der Qualitätssicherung Backsteinfassaden betroffen (Im Mietwohnungsneubau ist hierbei nur das Segment „Änderung und Erweiterung“ relevant):

Ansprechpartner und Downloads

Telefon Fax E-Mail
Frau Poth 24846- 456 - 56 456 m.poth(at)ifbhh.de
Frau Rieckmann 24846- 385 - 56 385 j.rieckmann(at)ifbhh.de
Frau Gebhardt 24846- 345 - 56 345 t.gebhardt(at)ifbhh.de

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Qualitätssicherung Backsteinfassaden

IFB-Info QS Backsteinfassaden Download (53 kB)
IFB-Info QS Backsteinfassaden Muster Kurzexposee Download (405 kB)
Antrag auf Prüfung der Backsteinrelevanz Download (1 MB)