Schallschutz

Förderung von Schallschutzmaßnahmen

Gefördert werden Lärmschutzmaßnahmen auf zu Wohnzwecken genutzten Grundstücken und an bestehenden Wohngebäuden, welche zu einer kurzfristigen und nachhaltigen Verbesserung der Wohnqualität an stark belasteten Straßen in Hamburg beitragen. Förderfähig sind Gebäude, die in der Lärmkartierung der Stadt Hamburg mit einem Pegel LDEN (Tag-Abend-Nacht-Lärmindex) von mindestens 65 dB(A) oder LNight (Nachtlärmindex) von mindestens 55 dB(A) erfasst sind.

Wen fördern wir?

Grundeigentümer in Hamburg oder sonstige dinglich Verfügungsberechtigte von:

  • Selbstgenutztem Wohneigentum (Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser)
  • Vermieteten Mehrfamilienhäusern sowie
  • Wohnungseigentümergemeinschaften.


Was fördern wir?

Gefördert werden können Schallschutzmaßnahmen an bestehenden Wohngebäuden im Bereich von Aufenthaltsräumen. Förderfähige Maßnahmen sind:

  • Den Einbau von schalldämmenden Fenstern und Außentüren sowie von Rollladenkästen oder vergleichbaren schalldämmenden Maßnahmen (z.B. Schiebeläden) in Aufenthaltsräumen
  • Der Einbau von schallgedämmten Lüftungsanlagen in Schlaf- und Kinderzimmern
  • Verglasung von offenen Balkonen und Loggien
  • Veränderung bestehender Wohnungsgrundrisse bzw. der Erschließungsform
  • Lärmtechnisch wirksame Verbindungsteile als Lückenschlüsse zwischen Bestandsbauten bzw. zwischen Bestands- und Ergänzungsbauten.


Wie sind die Förderkonditionen?

Die Förderung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt.

Erweiterte Maßnahmen
Die Zuschusshöhe beträgt 75% der nachgewiesenen förderfähigen Kosten, höchstens jedoch:

    • 500,- EUR je m² Fensterfläche bei Kastenfenstern
    • 200,- EUR je m² Fläche der Prallscheiben vor den Fenstern
    • 300,- EUR je m² Verglasung von bestehenden offenen Balkonen und Loggien
    • 150,- EUR je m² Aufenthaltsraum bei Veränderung der Erschließungsform oder bestehender Wohnungsgrundrisse und für Lückenschlüsse


    Der Nachweis für die Erfüllung der Mindestanforderungen an die Innenraumpegel für die Maßnahmen Einbau von Kastenfenstern bzw. Prallscheiben und die Verglasung von bestehenden offenen Balkonen und Loggien ist über einen bauakustischen Nachweis zu erbringen. Bei Förderfähigkeit der Maßnahmen werden die Kosten für den Nachweis einmalig bis zu einem Betrag von 2.000,– EUR erstattet.

    Klassische Maßnahmen
    Die Zuschusshöhe beträgt 65% der nachgewiesenen förderfähigen Kosten, höchstens jedoch:

    • 450,- EUR je m² Fenster- und Türfläche
    • 950,- EUR je Lüftungseinrichtung mit Wärmerückgewinnung
    • 400,- EUR je Lüftungseinrichtung ohne Wärmerückgewinnung
    • 350,- EUR je Rollladenkasten


    Bei hohen Außenlärmpegeln und dem damit verbundenen höheren Schalldämm-Maß (Rw > 47 dB) erhöht sich der Festbetrag bzw. der max. Zuschuss um 10%.

    Was ist noch zu beachten?

    Der Förderantrag muss vor Beginn des Vorhabens gestellt werden. Ein Vorhaben gilt als begonnen, sobald für die Schallschutzmaßnahme entsprechende Lieferungs- oder Leistungsverträge abgeschlossen werden.
    Bei der Förderung von selbstgenutztem Wohnraum entstehen keine Bindungen.
    Vermieter können die Förderung als De-minimis-Beihilfe oder soziale Wohnraumförderung in Anspruch nehmen. Sofern die Förderung als De-minimis-Beihilfe erfolgt entstehen keine Bindungen. Bei der sozialen Wohnraumförderung gelten die Bindungen gemäß Förderrichtlinie.
    Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Förderrichtlinie.

    So funktioniert`s:

    • Nehmen Sie Kontakt mit der IFB Hamburg auf, um die Erfassung und Förderfähigkeit Ihres Gebäudes anhand der Lärmkartierung zu prüfen.
    • Stellen Sie Ihren Antrag. Für den Antrag benötigen Sie Angebote und ggf. weitere Unterlagen, die in der ausführlichen Beschreibung erläutert sind. Das Antragsformular für das Programm Schallschutzmaßnahmen ist vollständig auszufüllen.
    • Die IFB Hamburg prüft Ihren Antrag und die Förderfähigkeit der Maßnahme.
    • Nach Erhalt der Bewilligung starten Sie Ihr Vorhaben.
    • Nach Fertigstellung und Abrechnung erfolgt die Zuschussauszahlung.

    Ansprechpartner und Downloads

    Telefon Fax E-Mail
    Frau Rieckmann 24846- 385 - 56 385 j.rieckmann(at)ifbhh.de
    Frau Merten 24846- 236 - 56 236 schallschutz(at)ifbhh.de

    Schallschutzprogramm

    Förderrichtlinie Schallschutzprogramm Download (379 kB)
    Flyer Download (648 kB)
    Antrag Schallschutzprogramm
    Download (799 kB)
    De-minimis Erklärung
    Download (960 kB)
    De-minimis Erklärung der WEG
    Download (1 MB)
    De-minimis Kundeninformationsblatt
    Download (952 kB)