Energetische Bilanzierung

Verschiedene Förderstufen bringen mehr Flexibilität

Die Förderung von Modernisierungen erfolgt auf der Grundlage einer energetischen Bilanzierung. Die Förderung orientiert sich an folgenden energetischen Anforderungsstufen:

Stufe 1

  • Endenergiebedarf [QE] nach durchgeführter Modernisierung ≤ 90 kWh/(m2a) 
  • Wohnungslüftung gemäß Lüftungskonzept (mindestens Feuchteschutzlüftung nach DIN 1946-6)
  • Einhaltung der Anforderungen an modernisierte Umfassungsbauteile

Stufe 2

  • der Jahres-Primärenergiebedarf (QP) darf 100 % des Primärenergiebedarf des Referenzgebäudes nach Tabelle 1, Anlage 1 nach EnEV nicht überschreiten
  • der spezifische Transmissionswärmeverlust (H`T) darf die jeweiligen Höchstwerte der Tabelle 2, Anlage 1 der EnEV nicht überschreiten
  • Endenergiebedarf [QE] nach durchgeführter Modernisierung ≤ 75 kWh/(m2a)
  • Ventilatorgestützte Wohnungslüftung gemäß Lüftungskonzept (mindestens Nennlüftung nach DIN 1946-6)
  • Einhaltung der Anforderungen an modernisierte Umfassungsbauteile

Stufe 3 - IFB-Effizienzhaus 70 im Bestand

IFB-Effizienzhäuser 70 dürfen

  • einen Jahres-Primärenergiebedarf (QP") von 70% und
  • einen spezifischen Transmissionswärmeverlust (H'T) von 85% der nach Tabelle 1, Anlage 1 der EnEV errechneten Werte für das Referenzgebäude nicht überschreiten.

 
Gleichzeitig darf

  • QP" 40 kWh/m2 und Jahr Gebäudenutzfläche AN nicht überschreiten und
  • H'T nicht höher sein, als nach Tabelle 2, Anlage 1 der EnEV bzw. nach § 2 Abs. 1 HmbKliSchVO zulässig (maßgeblich ist der schärfere Anforderungswert).


Eine ventilatorgestützte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung ist obligatorisch.

Stufe 4 - IFB-Effizienzhaus 40 im Bestand

IFB-Effizienzhäuser 40 dürfen

  • einen Jahres-Primärenergiebedarf (QP") von 40% und
  • einen spezifischen Transmissionswärmeverlust (H'T) von 55% der nach Tabelle 1, Anlage 1 der EnEV errechneten Werte für das Referenzgebäude nicht überschreiten.


Gleichzeitig darf

  • H'T nicht höher sein, als nach Tabelle 2, Anlage 1 der EnEV bzw. nach § 2 Abs. 1 HmbKliSchVO zulässig (maßgeblich ist der schärfere Anforderungswert).


Eine vebtilatorgestützte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung ist obligatorisch.


Stufe 5 - IFB-Passivhaus

IFB-Passivhäuser dürfen

  • einen Jahres-Heizwärmebedarf (QH) von 15 kWh/m2 und Jahr Energiebezugsfläche und
  • einen Jahres-Primärenergiebedarf (QP") von 40 kWh/m2 und Jahr Gebäudenutzfläche AN nicht überschreiten.


Eine ventilatorgestützte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung ist obligatorisch. Die Werte sind mit der jeweils aktuellen Version des PHPP im Nachweismodus zu ermitteln. Dabei ist in Bezug auf die internen Wärmequellen mit Standardannahmen zu rechnen.

Stufe 6 - IFB-Niedrigstenergie-Haus

Ein IFB-Niedrigstenergie-Haus ist dann nachgewiesen, wenn die Menge der selbst erzeugten erneuerbaren Energie pro Jahr größer ist als 50 Prozent des rechnerisch ermittelten jährlichen Energiebedarfs für Heizung, Warmwasserbereitung, Haushalts- und Gemeinschaftsstrom.

Ein Effizienzhaus-Plus ist dann nachgewiesen, wenn die Menge der selbst erzeugten erneuerbaren Energie pro Jahr größer ist als der rechnerisch ermittelte jährliche Energiebedarf für Heizung, Warmwasserbereitung, Haushalts- und Gemeinschaftsstrom.

Nachweise müssen für den Jahres-Primärenergiebedarf und den Jahres-Endenergiebedarf geführt werden. Ausgangsstandard ist ein IFB-Effizienzhaus 40 oder ein IFB-Passivhaus.

 

Allgemeine Hinweise:

Ausnahmeregelungen aufgrund von gestalterischen, funktionalen oder bautechnischen Gründen sind grundsätzlich möglich.

Die Gewährung von Fördermitteln setzt die Beauftragung eines lizensierten Energieberaters und den Nachweis der energetischen Anforderungen durch einen von der IFB Hamburg autorisierten Qualitätssicherer voraus.