Studiengebühren

Zum 1. Oktober 2012 (WS 2012/2013) zahlen Studierende in Hamburg keine Studiengebühren mehr. Grundlage dafür ist eine Gesetzesänderung des Hamburger Senats, die Ende 2011 von der Hamburgischen Bürgerschaft beschlossen wurde. Die entfallenden Einnahmen werden den Hochschulen zukünftig in voller Höhe aus Haushaltsmitteln kompensiert. 

Die Gebührenforderung aus den gestundeten Studiengebühren der Vergangenheit bleibt bestehen. Studierende, die seit dem WS 2008/2009 die Möglichkeit nutzten, sich die von 500,- Euro auf 375,- Euro reduzierten Studiengebühren stunden zu lassen, werden nach Stundungsende von der IFB aufgefordert, die aufgelaufenen Gebühren  zu zahlen. Alternativ ist ein Antrag auf eine weitere Stundung zu stellen, wenn die Einkünfte im Vorjahr unter 30.000 € lagen. 

FAQ zu den Stundungs- und Zahlungsmodalitäten

  1. Wie erhalten die Studierenden einen Überblick über die Höhe der Forderung?

    Die IFB versendet am Anfang eines jeden Kalenderjahres eine Saldenmitteilung (Stichtag 31.12.) an die Studierenden und informiert somit über den aktuellen Kontostand ihrer Gebührenforderung. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass die IFB von den Studierenden über jede Änderung der Kontaktdaten informiert wird (siehe unter: Änderung der Kontaktdaten) - gern auch per E-Mail.  
     
  2. Wann wird die Forderung der gestundeten Studiengebühren fällig?

    Die Forderung wird fällig, wenn die Hochschule der IFB das Ende der Stundung meldet. Eine Stundung wird für die gesamte Dauer eines Erststudiums in Hamburg, längstens für die Regelstudienzeit zuzüglich zwei weiterer Semester, gewährt. Näheres dazu teilt die jeweilige Hochschule mit. Nach dem Stundungsende erhalten die Studierenden von der IFB eine maschinell erstellte Zahlungsaufforderung (siehe dazu Punkt  3).
     
  3. Müssen die gestundeten Studiengebühren bei Fälligkeit sofort gezahlt werden?

    Nach dem Ende der Stundung erhalten die Studierenden von der IFB eine Zahlungsaufforderung mit der Bitte, die gestundeten Studiengebühren zu zahlen. Zahlungspflichtig sind nur diejenigen, deren Einkünfte 30.000,- €  brutto p.a. (gemindert um die Werbungskosten) überschreiten. Maßgeblich sind die Einkünfte des vergangenen Kalenderjahres.  Die Berechnung der Summe der Einkünfte erfolgt entsprechend § 2 (3) des Einkommensteuergesetzes.
    Liegen die Einkünfte im vergangenen Kalenderjahr unter 30.000 € kann bei der IFB ein Antrag auf eine weitere Stundung gestellt werden. Das Antragsformular liegt der Zahlungsaufforderung bei. Die weitere Stundung erfolgt für den Studierenden zins- und kostenfrei. Die IFB prüft regelmäßig die Höhe der Einkünfte. Die Stundung wird solange gewährt, bis die Summe der Einkünfte den Betrag von 30.000,- € p.a. übersteigt.

  4. Wie wird ein Antrag auf eine weitere Stundung gestellt?

    Das Antragsformular ist ausgefüllt und unterschrieben bei der IFB einzureichen. Dem Antrag auf eine weitere Stundung sind Nachweise über die Höhe der Einkünfte aus dem vergangenen Kalenderjahr beizufügen. Auf der Rückseite des Antragsformulars befinden sich Erläuterungen zu den verschiedenen Möglichkeiten, die Einkünfte zu belegen. Falls bei Antragstellung das Studium noch nicht abgeschlossen ist, reicht als Nachweis eine aktuelle Immatrikulationsbescheinigung, die IFB verzichtet dann auf weitere Einkunftsbelege.
    Gern nehmen wie die Anträge auch per Fax (040 2484656 115) oder per E-Mail (studienfinanzierung(at)ifbhh.de) entgegen.

  5. Was ist, wenn der Studierende es versäumt hat, den Antrag auf eine weitere Stundung zu stellen und das Mahnverfahren / Beitreibungsverfahren bereits läuft?

    Wichtig ist in jedem Fall, dass sich der Studierende bei der IFB meldet. Nur dann kann im Einzelfall geprüft werden, ob eine nachträgliche Stundung ausgesprochen werden kann. Ganz falsch ist es, wenn sich der Studierende nicht meldet, da dann der Gerichtsvollzieher mit der Beitreibung der Forderung beauftragt wird. Diese negativen Folgen sind auf jeden Fall zu vermeiden.

  6. Muss die Zahlung der Studiengebühren in einer Summe erfolgen?

    Grundsätzlich ja. Die IFB kann auf Antrag in einzelnen begründeten Ausnahmefällen  einer Zahlung der fälligen Gebührenforderung in Raten zustimmen. Voraussetzung für die Antragstellung ist, dass eine tatsächliche Zahlungspflicht besteht, d.h. die Einkünfte lagen im vergangenen Kalenderjahr über 30.000 € (siehe dazu auch Punkt 7).
    In diesem Fall werden Zinsen bis zur vollständigen Zahlung erhoben. Der Zinssatz beträgt für das Jahr 5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz.

  7. Mitteilungspflicht, wenn die Einkunftsgrenze von 30.000 € überschritten wird?

    Sollten sich die Jahreseinkünfte im Stundungszeitraum soweit verbessern, dass die Einkunftsgrenze von 30.000 € überschritten wird, ist der Studierende verpflichtet der IFB dies mitzuteilen. In diesem Fall ist die gestundete Forderung am ersten Werktag des folgenden Kalenderjahres fällig. Dies ist unbedingt zu beachten, da ab Fälligkeit Zinsen erhoben werden.

  8. Können die gestundeten Gebühren vorzeitig („freiwillig“) gezahlt werden?

    Ja, die Studiengebühren können jederzeit vorzeitig gezahlt werden. Um eine vorzeitige Zahlung handelt es sich, wenn das Stundungsende von der Hochschule noch nicht gemeldet wurde, oder bei der IFB eine bereits bewilligte Stundung noch besteht. In beiden Fällen sind Teilzahlungen ab 100 € möglich. Diese können in unterschiedlicher Höhe/ unregelmäßigen Abständen erfolgen und müssen nicht vorher angekündigt werden. Die IFB benötigt bei der Überweisung als Verwendungszweck die Debitorennummer des Studierenden. Die Kontoverbindung lautet: HSH Nordbank - BIC: HSHNDEHH / IBAN: DE51 2105 0000 1000 1206 40.

  9. Wie geht die IFB mit den übermittelten Daten um?

    Die IFB verwendet die von den Hochschulen übermittelten personenbezogenen Daten entsprechend der Vorgabe des Hamburgischen Hochschulgesetzes nur, um die übertragenen Forderungen zu verwalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben.

Änderung Ihrer Kontaktdaten

Bitte teilen Sie uns eine Änderung Ihrer Daten mit, indem Sie das ausgefüllte Kontaktdaten-Formular

per Fax an 040 - 248 46 56 115

per Mail an studienfinanzierung(at)ifbhh.de

oder per Post an folgende Adresse senden:

Hamburgische Investitions- und Förderbank
Darlehensbetreuung / Studiengebühren
Besenbinderhof 31
20097 Hamburg

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Ansprechpartner der Hochschulen

Sollten Sie weitere Fragen zu den Stundungsmöglichkeiten während Ihres Studiums haben, wenden Sie sich bitte an den jeweiligen Ansprechpartner Ihrer Hochschule: 


Hochschule für Musik und Theater (HfMT)

Harvestehuder Weg 12
20148 Hamburg
www.hfmt-hamburg.de

Matthias Schubert: Tel. 040 - 428 482 416
matthias.schubert(at)hfmt.hamburg.de
Sabine Sieg: Tel. 040 - 428 482 554
Sabine.Sieg@hfmt.hamburg.de


HafenCity Universität (HCU)

Überseeallee 16
20457 Hamburg
www.hcu-hamburg.de

Studierendenverwaltung: Tel. 040 - 428 274 4080 
Telefonische Sprechzeiten: Mo und Do 9 - 12 Uhr
Studierendenverwaltung@hcu-hamburg.de


Hochschule für bildende Künste Hamburg (HfbK)

Lerchenfeld 2
22081 Hamburg
www.hfbk-hamburg.de

Gerald Meißner: Tel. 040 - 428 989 269
Katrin Weinert: Tel. 040 - 428 989 270
hfbk-studiengebuehren@hfbk.hamburg.de


Universität Hamburg

Alsterterrasse 1
20354 Hamburg

Service für Studierende - Team
Studierendenangelegenheiten
www.uni-hamburg.de/studierendenservice
Kontaktformular: www.uni-hamburg.de/sfs


Technische Universität Hamburg-Harburg

Am Schwarzenberg-Campus 3 (E)
21073 Hamburg
www.tuhh.de

STUDIS - Studierendenservice
Isolde Holland: Tel. 040 - 428 78 4138
holland(at)tuhh.de


Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW)

Stiftstraße 69
20099 Hamburg
www.haw-hamburg.de

studiengebuehren(at)haw-hamburg.de

Ansprechpartner und Downloads

Telefon Fax E-Mail
Frau Stallmann 24846- 115 - 56 115 i.stallmann(at)ifbhh.de

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Studiengebühren

Rechtsordnung (StudGebVO) Download (265 kB)
Kontaktdatenformular bei Änderung der Kontaktdaten Download (686 kB)
Antrag auf Überprüfung der Zahlungspflicht Download (1 MB)
Antrag auf eine weitere Stundung Download (85 kB)

Bildnachweise
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