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Gut für Klima und Haushaltskasse

Wärme vom eigenen Hausdach

Das Einfamilienhaus in Hamburg-Eißendorf von Eiko Selck und seiner Frau Karin bedurfte dringend eines neuen Wärmekonzeptes. Bis vor kurzem versorgte noch eine Elektro-Speicherheizung mit einst günstigem Nachtstrom und drei jeweils 1.000 Liter großen Wasserspeichern das Haus mit Wärme. „Die bestehende Heizung wurde zu Zeiten der Ölkrise in den 80er Jahren installiert und war vor diesem Hintergrund auch die richtige Lösung – zumal ein Anschluss ans Gasnetz damals nicht möglich war“, so der Elektroingenieur.
Schon allein aus Kostengründen war die Erneuerung der Anlage also kaum aufzuschieben, hinzu kam der Wunsch der Hausherren, künftig unabhängiger von fossilen Energien zu sein.

„Wir haben verschiedene Optionen für eine neue Wärmeversorgung durchgespielt und uns dazu vom SolarZentrum Hamburg beraten lassen,“ so Eiko Selck. „Letztlich haben wir uns für eine solarthermische Anlage in Kombination mit einer Gas-Brennwerttherme entschieden. Schließlich wollten wir unseren Wärmebedarf auch möglichst umweltfreundlich decken.“ Dazu leistet der knapp 8,5 m2 große Röhrenkollektor auf dem nach Süden ausgerichteten Hausdach einen wichtigen Beitrag und produziert im Jahr rund 3.500 Kilowattstunden Wärmeenergie. „Das spart schon alleine knapp 1.000 Euro Energiekosten im Jahr.“

Hohe Zuschüsse in Hamburg 

Neben den jetzt erheblich gesunkenen Energiekosten hat Familie Selck auch von der Förderung für solarthermische Anlagen und Heizungsmodernisierung profitiert. So wurden Zuschüsse aus dem Programm „Erneuerbare Wärme“ der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) für die Solaranlage genutzt. Gefördert wurde das Projekt auch vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), was zu einem Gesamtzuschuss von rund 15 Prozent der Investitionskosten geführt hat.

Aus heutiger Perspektive würden die Zuschüsse für das 2014 realisierte Projekt noch etwas höher ausfallen, da die Hamburger Förderung mittlerweile deutlich erhöht wurde: In Kombination mit einem Heizungstausch addiert sie sich, je nach Heizungstyp, auf 260 Euro pro m2 Bruttokollektorfläche und mehr. Eine Kombination des Programms „Erneuerbare Wärme“ mit weiteren Förderungen des BAFA oder der KfW ist in vielen Fällen möglich.

Frühzeitige Planung lohnt sich

Insgesamt hat die Realisierung dieser Anlage von der Planung bis zu ihrem ersten Einsatz rund vier Monate Zeit in Anspruch genommen. Daher empfiehlt es sich, mit den Planungen in der Heizperiode zu beginnen, um die Kraft der Sonne dann im kommenden Sommer bereits nutzen zu können.

Welches Konzept, welche Technik soll zum Einsatz kommen, welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es und wie lassen sich diese miteinander verbinden? Das SolarZentrum Hamburg bietet zahlreiche Informationsveranstaltungen und individuelle Beratungstermine rund um den Einsatz von Sonnenenergie und unterstützt ggf. auch bei der Antragstellung. Bei allen Fragen zu Förderung stehen dann auch die Berater der IFB Hamburg gerne mit Rat und Tat zur Verfügung.

Gut beraten im SolarZentrum Hamburg

„Bei der Beratung durch das SolarZentrum haben wir viele wertvolle Hinweise und Tipps zum Einsatz der Technik und den verschiedenen Fördermöglichkeiten bekommen“, erinnert sich Eiko Selck zurück. „Dass unsere Heizungsanlage jetzt wieder auf dem neuesten Stand ist, mit äußerst niedrigen CO2-Emissionen und Energiekosten, ist auch ein Ergebnis der guten Beratung des SolarZentrums und der reibungslosen Zusammenarbeit mit der IFB Hamburg.“
Das Wichtigste in Kürze: Förderprogramm Erneuerbare Wärme

  • Für private Eigentümer, Unternehmen und andere Organisationen.
  • Fördert Solarthermie-Anlagen bis 200 m2 Bruttokollektorfläche mit bis zu 200 Euro pro m2.
  • Erhöhung der Zuschüsse, wenn auch die Heizung ausgetauscht wird, z. B bei Einsatz eines Gas-Brennwertgerät + 60 Euro pro m2, Pelletheizung + 90 Euro pro m2, Anschluss an das Nahwärmenetz + 120 Euro pro m2.

Darüber hinaus bietet das Programm unter anderem Zuschüsse für Investitionen in die Nutzung von Bioenergie, in hocheffiziente Wärmepumpen oder auch in Wärmeverteilnetze.

Förderbeispiel

Errichtung einer Solarthermie-Anlage mit 10 m2 Kollektorfläche zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung. Dabei wird auch die Heizung modernisiert, der Kessel auf Gasbrennwert-Technik gewechselt und das Heizungssystem gemäß der Anforderungen des BAFA optimiert. Durch die Nutzung aller Zuschussmöglichkeiten wird die Investitionssumme um über 30 Prozent gesenkt.

SolarZentrum Hamburg
Bernhard Weyres-Borcher
Tel. 040/35 905-820
E-Mail: bernhard.weyres-borchert@elbcampus.de

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