Innovationen fördern, die Zukunft gestalten | IFB Hamburg

Innovationen fördern, die Zukunft gestalten

Der Wille und die Fähigkeit, neue Wege zu gehen, sind für jedes Unternehmen und jede Volkswirtschaft die Basis für die Sicherung und den Ausbau der Wettbewerbsposition. Vor allem Forschung und Entwicklung (FuE) schafft neues Wissen.

Den FuE-Aktivitäten stehen jedoch eine Reihe von Hindernissen entgegen. Laut einer Ende 2017 veröffentlichten KfW-Studie gelten hohe Kosten, ungewisse Erfolgsaussichten und Finanzierungsschwierigkeiten als die wichtigsten Innovationshemmnisse. Insbesondere kleine und junge Unternehmen sind laut der Studie bei der externen Finanzierung benachteiligt. Ihnen fehlt die Möglichkeit zur Risikodiversifizierung, die Entwicklungskosten verteilen sich auf vergleichsweise niedrige Unternehmensumsätze und das Scheitern eines Innovationsvorhabens kann das ganze Unternehmen gefährden. Aus Sicht der Geldgeber sind die nachgefragten Volumina zudem vergleichsweise niedrig, dies bringt eine ungünstige Transaktionskosten-Rendite-Relation mit sich.

Anforderungen an Forschung und Entwicklung steigen

Gleichzeitig erhöhen der rasante technische Fortschritt, immer kürzere Produktzyklen und sich rasch verändernde Kundenerwartungen den Druck auf Unternehmen, in Innovationen zu investieren. Nach einer EY-Studie aus dem Jahr 2018 über die Forschungs- und Entwicklungsintensität der weltweit 500 börsennotierten Unternehmen mit den höchsten Ausgaben für FuE steigen weltweit die Budgets für Innovationen. Allein in den USA investierten die Großkonzerne 2017 elf Prozent mehr als im Jahr zuvor. In Deutschland sind es vor allem die Automobil- und die Pharmakonzerne, die erhebliche Summen in Forschung und Entwicklung investieren.

Mehr als die Hälfte (59 Prozent) der deutschen Forschungsausgaben in Höhe von 69 Milliarden Euro, ein neuer Rekordwert, flossen 2017 laut Zahlen des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft in Technologien des Fahrzeugbaus. Forschungsfelder wie digitale Technologien, Klima & Umwelt, Energie und Optik spielen eine untergeordnete Rolle. Allein das Thema Gesundheit ist mit 13 Prozent noch von Bedeutung. Kleine und mittelständische Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten machen nur acht Prozent der FuE-Ausgaben aus.

Unterstützung gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen wichtig

Zu konstatieren ist also einerseits ein zunehmender Wettbewerbsdruck, der einhergeht mit steigenden FuE-Investitionen. Andererseits aber auch eine Reihe von Investitionshemmnissen bei kleinen und mittleren Betrieben. Um das Innovationspotential dieser Unternehmen zu heben und damit aussichtsreiche Innovationen in verschiedensten Branchen und in allen Unternehmensgrößen möglich zu machen, kann die öffentliche Förderung einen wesentlichen Beitrag leisten.

Derzeit unterstützt die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) mit ihrem Förderspektrum den gesamten Innovationszyklus. Ihre Tochtergesellschaft, die IFB Innovationsstarter GmbH, ist der aktivste Kapitalgeber für Startups in der Stadt. Mit der finanziellen Förderung durch Kredite, Zuschüsse oder Beteiligungskapital allein ist es nicht getan, auch die individuelle Begleitung des Vorhabens wird von den Fördernehmern geschätzt. Daneben versteht sich Hamburgs Förderbank auch als Impulsgeber für ein gutes Innovations-Ökosystem in der Hansestadt. So tauschen sich auf dem „Hamburg Innovation Summit“, einem von der IFB Hamburg mitveranstalteten Innovationsgipfel, alljährlich Gründer, Visionäre und Zukunftsgestalter über neue Technologien, Innovationen und Strategien aus.

Förderung für Forschung und Entwicklung in Hamburg

Gefördert werden selbstentwickelte Technologien und innovative Produkte mit klaren Alleinstellungsmerkmalen und überzeugendem Kundennutzen. Zu ihnen zählt etwa eine lärmabsorbierende Akustiklösung für Fahrer von Bau- und Landmaschinen, entwickelt vom Startup Recalm. Oder von Resourcify eine App, die die Kreislaufwirtschaft stärken und Entsorgungsdienstleistungen modernisieren will. Die IFB Hamburg fördert die FuE-Vorhaben bestehender Unternehmen wie etwa ein Projekt des Biotech-Unternehmens acCELLerate. Es hat spezielle „Assay Ready Kits“ entwickelt: testbereite Zellen, die etwa für die Erprobung neuer Medikamente genutzt werden. Für diese Produktinnovation, die in Europa und Nordamerika vermarktet wird, erhielt acCELLerate den „Hamburg Innovation Award 2019“ in der Kategorie Wachstum.

Die Stärkung der Innovationskraft Hamburgs wird durch die InnovationsAllianz Hamburg strategisch begleitet. Die Rahmenbedingungen für innovative Existenzgründer und junge Unternehmen sowie FuE-Vorhaben in bestehenden Unternehmen werden kontinuierlich verbessert. Denn es gilt der Satz: Wer heute in Forschung und Entwicklung investiert, der zählt auch morgen zu den Innovationsführern.

Bild Credits:

  • IFB Hamburg / Steven Haberland
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