Erhalt von Backstein in Hamburg: Leitfaden für Bauherren und Planer | IFB Hamburg

Erhalt von Backstein in Hamburg: Leitfaden für Bauherren und Planer

Der neue Backstein-Katalog zeigt an exemplarischen Beispielen, wie sich die Hamburger Backsteinkultur im Kontext von Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit erhalten lässt. Er zeigt Kosten und Gestaltungsmöglichkeiten für den Erhalt von Fassaden auf.

Hamburg ist „backsteinrot“ – aus dem Stadtbild der Freien und Hansestadt ist dieser besondere Stein als Fassadenmaterial nicht wegzudenken. Backstein stellt einen maßgeblichen Teil des baukulturellen Erbes dar, ist charakteristisch für Hamburg und wirkt generationenübergreifend identitätsstiftend. Deshalb haben die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen und die Hamburgische Investitions- und Förderbank bereits zum 2. Mal einen umfassenden Katalog mit Praxisbeispielen zum Erhalt des backsteingeprägten Hamburgs heraus gegeben.

Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung:
„Das baukulturelle Backsteinerbe hat für Hamburg eine sehr große Bedeutung, der Stein mit seiner typischen Farbgebung prägt bis heute unser Stadtbild. Deshalb freue ich mich, dass wir jetzt den zweiten Backsteinkatalog präsentieren können. Die Fotos, Zahlen und Texte dokumentieren anschaulich, wie in Hamburg die Ziegelwohnbauten liebevoll gepflegt und auch energetisch fit für Zukunft gemacht werden. Es ist nicht nur für Bauherren und Architekten eine anregende Lektüre, die vielen Beispiele von Modernisierungsmaßnahmen an Fassaden, Fenstern und ganzen Quartieren zeigen deutlich wie verantwortlich in Hamburg mit der stadtbildprägenden Backsteinkultur umgegangen wird.“

Qualitätssicherung von Backsteinfassaden

Ralf Sommer, Vorstand Hamburgische Investitions- und Förderbank:
„Die exemplarischen Beispiele bieten Bauherren und Planern einen Leitfaden, wie sich die stadtbildprägende Backsteinkultur im Kontext von Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit erhalten lässt. Er zeigt Kosten und Gestaltungsmöglichkeiten für den Erhalt von Fassaden, Lösungsansätze für Anschlussdetails und Fensterlaibungen oder Perspektiven für die Modernisierung von Quartieren auf. Außerdem stellt er das Hamburger Verfahren „Qualitätssicherung von Backsteinfassaden“ vor, bei dem Experten frühzeitig und in enger Zusammenarbeit mit den Bauherren kostenfrei individuelle Empfehlungen und Vorgaben an ein förderfähiges Fassadenkonzept machen.“

Backstein ist in großen Teilen Hamburgs das bestimmende Fassadenmaterial. Nach Einführung der Energieeinsparverordnung wurde häufig z.B. durch aufgebrachte Wärmedämmverbundsysteme mit Putzanstrich die Backsteinfassade verändert und z.T. auch zerstört. Es verschwanden viele, ehemals rote Gebäude, die Hamburg typische rote Backsteinoptik wurde stark beeinträchtigt. Um diese Entwicklung zu stoppen und die Backsteinfassade zu erhalten wurde in den Bereichen des von der Stadt finanziell geförderten Mietwohnungsbaus die Qualitätssicherung Backstein ins Leben gerufen. Hierbei beurteilen speziell geschulte und zertifizierte Architekten und Ingenieure die Modernisierungsentwürfe für die Fassaden und geben Empfehlungen oder Vorgaben für die Bauherren.

Mehr Informationen zur Qualitätssicherung Backstein.

Bild Credits:

  • IFB Hamburg / Jörg Müller
  • IFB Hamburg Jörg Müller
  • EY / Behörde für Umwelt und Energie
  • IFB Hamburg / Sandra Gätke