Panik City: Kultstätte für Hamburger Kultmusiker

Zur Sicherung und Weiterentwicklung der kulturellen Vielfalt in der Hansestadt bietet die IFB Hamburg seit 2016 ein eigenständiges Programm zur gezielten Förderung von Kulturstätten. Hiermit sollen Modernisierungs- und Sanierungsvorhaben bzw. der Ausbau von kulturellen Einrichtungen begleitet werden.

Wo Investitionen angestoßen, jedoch mangels Zugang zum Kapitalmarkt nicht realisiert werden können, kommt die IFB Hamburg ins Spiel: Gemeinsam mit der Behörde für Kultur und Medien berät die Förderbank rund um die Antragstellung und begleitet das Antragsverfahren. Sofern es sich um ein Vorhaben mit kulturpolitischer Bedeutung innerhalb Hamburgs mit einem wirtschaftlich tragbaren Konzept handelt und eine mehrjährige Nutzung sichergestellt ist, werden bei Bedarf entsprechende Darlehen und Zuschüsse bewilligt.

Für die Förderperiode 2017/2018 stehen der IFB Hamburg jährlich 2,5 Mio. Euro für Kulturstätten zur Verfügung. Damit ist die Förderbank der einzige Finanzierer Hamburgs, der für Investitionen im kulturellen Bereich die Bürgschaft der Freien und Hansestadt als Sicherheit erhält und so Vorhaben fördern kann, die sonst keine Unterstützung erfahren würden.

Udoversum – die lebendige Welt des Udo Lindenberg

Als erstes Projekt im Förderbereich für Kulturstätten unterstützte die IFB Hamburg  die Realisierung der Dauerausstellung Panik City. Im Klubhaus St. Pauli entstand ein Kunst- und Kulturprojekt, welches das Leben und Wirken des Kultmusikers Udo Lindenberg dokumentiert und erlebbar macht. „Kein anderer Künstler wird so eng mit Hamburg und der Reeperbahn assoziiert. Deshalb glauben wir, dass Panik City eine weitere Attraktion für Hamburg und speziell für die Kulturmeile Spielbudenplatz ist und Besucher aus dem ganzen Bundesgebiet anlocken wird“, so Sabine Födisch, Ansprechpartnerin für Förderkredite für Kulturstätten, über die Entscheidung der IFB Hamburg. Mit dem Darlehen über 750.000 Euro konnte das innovative multimediale Projekt realisiert werden und nimmt nun die Besucher interaktiv in die „lebendige“ Welt des Ausnahmekünstlers mit.

„Die Zusammenarbeit war sehr konstruktiv – und unsere Ansprechpartner hatten von Anfang an das Vorstellungsvermögen dahingehend, was wir vorhaben“, berichtet Axel Strehlitz, Hamburger Gastronom, Unternehmer und einer der vier Geschäftsführer. „Ohne die Unterstützung der IFB Hamburg wäre Panik City nicht finanzierbar gewesen. Durch die Förderwürdigkeit des Projekts haben wir die Bürgschaft der Kulturbehörde erhalten und dadurch ist der Kredit überhaupt zustande gekommen, womit wir Panik City erst richtig auf die Beine stellen konnten.“

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Tine Acke