Energiewende in trockenen Tüchern

Die EXNER Wäscherei und Reinigung spart dank neuer Maschinen Strom, Gas und Wasser. Die Investition wurde durch die IFB Hamburg bezuschusst.

In Windeseile wird die Waschmaschine mit 145 Kilogramm Tischdecken, Servietten und Schürzen beladen. Nur 52 Minuten später kommt die Wäsche sauber wieder heraus. Die Wasch- und Schleudermaschine ist mit einem Wasserrückgewinnungssystem ausgestattet, das zur erheblichen Reduzierung von Wasser- und Energieverbräuchen führt. Diese neueste Generation von Gewerbemaschinen steht jetzt in der EXNER Wäscherei Reinigung e. K., einer inhabergeführten, mittelständischen Wäscherei und Reinigung in Hamburg-Wilstorf. Der 40-jährige Geschäftsführer Carsten Exner hat selbst einst Wäscher und Plätter gelernt und den Meisterbetrieb vor wenigen Jahren von seinem Vater übernommen, der als Lehrling noch vorwiegend Anzüge reinigte. „Das war die ,Schirm, Charme und Melone‘-Zeit“, erzählt Carsten Exner. Gegründet wurde das Familienunternehmen 1950 als „Heißmangelbetrieb“ aber von seinem Opa – zu einer Zeit, als es noch keine Waschmaschinen im eigenen Haushalt gab.

Tipp von der Handwerkskammer

Heute hat im Gegensatz zu den 1950ern fast jeder eine eigene Waschmaschine. Exner hat sich daher spezialisiert: „Zu uns kommen zwar auch Privatkunden, doch größtenteils sind wir Dienstleister für Gastronomiebetriebe, Handwerk, Industrie und medizinische Betriebe.“ Als er einem Vertreter der Handwerkskammer erzählte, dass er eine neue, energiesparende Waschmaschine und einen Trockner anschaffen wolle, berichtete dieser ihm von der Fördermöglichkeit durch die IFB Hamburg. Carsten Exner stellte den Antrag, und die „Mittelstandsinitiative Energiewende – Regionale Entwicklungswerkstatt Hamburg“ untersuchte die Ressourceneinsparungen. Fazit: Beide Maschinen eingerechnet, kann der vorhandene Erdgasbedarf um 63 Prozent, der Strombedarf um 56 Prozent und der Wasserverbrauch um 67 Prozent gesenkt werden.

Nach Prüfung der förderfähigen Kosten unterstützte die IFB Hamburg das Investitionsprojekt mit einem Zuschuss von über 28.000 Euro aus dem Förderprogramm Unternehmen für Ressourcenschutz (UfR). „Die Waschmaschine läuft 23 Minuten schneller durch und verbraucht weniger Wasser, Strom und Waschmittel“, so Exner zufrieden. „Die beiden geförderten Maschinen lohnen sich wirtschaftlich sehr.“

Bildnachweise
Steven Haberland / IFB Hamburg