Details

Jahrespressekonferenz der WK am 31. März 2009

Vorstellung neuer Förderangebote und Rückblick auf ein Rekordjahr 2008


Neue Förderangebote der WK im Rahmen der Hamburger Konjunkturoffensive

In der gegenwärtigen Finanzmarktkrise und Rezession erhält die Unterstützung durch Förderbanken, mit ihren guten Refinanzierungsmöglichkeiten eine besondere Bedeutung. Aus diesem Grund überträgt der Hamburger Senat der WK im Rahmen seiner Konjunkturoffensive weitere Förderaufgaben und erhöht die finanziellen Mittel für die bestehenden Programme. "Wir können als städtische Förderbank zu einer verlässlichen Kreditversorgung in der Hansestadt beitragen und wichtige konjunkturelle Impulse geben", erklärt Ralf Sommer, Vorstand der WK.

Allgemeine Wohnungsbauförderung aufgestockt

Für die Jahre 2009 und 2010 hat der Senat das Subventionsbarwert-Volumen für die allgemeine Wohnungsbauförderung von bisher 103,5 Mio. Euro pro Jahr auf jeweils 120 Mio. Euro erhöht. Die zusätzlichen Mittel werden komplett zur Aufstockung der Förderung des Mietwohnungsneubaus verwendet. Die jährliche Zielzahl wird ab 2009 von bisher 600 auf nunmehr 1.000 neu gebaute Sozialmietwohnungen erhöht. Darüber hinaus hat die WK ihre Förderbedingungen in diesem Bereich weitgehend vereinheitlicht, so dass die einzelnen Förder-segmente besser kombinierbar sind.

Lärmschutz an besonders belasteten Straßen

Im Rahmen des aus dem Konjunkturprogramm des Bundes stammenden Lärmschutzprogramms fördert die WK ab Mai 2009 den Einbau von schalldämmenden Fenstern und Außentüren sowie Lüftungsanlagen in bestehenden Wohngebäuden. Voraussetzung ist, dass die Wohnungen an kommunalen Straßen liegen, die entsprechend der Lärmschutzkarte der Behörde für Stadt-entwicklung und Umwelt als besonders lärmbelastet gelten. Die Höhe des Zuschusses beträgt 75 % der Kosten, maximal 450,- € je Quadratmeter Fensterfläche (bzw. Haustürfläche) und 400,- € je Lüftungsanlage bzw. 950,- €, wenn die Lüftungsanlage mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet ist. Für die Jahre 2009 und 2010 stehen jeweils 2,5 Mio. € zur Verfügung.

Maßnahmen zur Verbesserung der Kreditversorgung

Um die Kreditversorgung zu verbessern, wird die WK ihr Produktangebot um Konsortial- und Globaldarlehen erweitern. Im Bereich der Konsortialdarlehen kann die WK beispielsweise für Maßnahmen in die Infrastruktur sich an Konsortien beteiligen, um diese Finanzierungen zu ermöglichen. Des Weiteren kann sie für z.B. für den Bereich des Umweltschutzes Banken Globaldarlehen zur Verfügung stellen. Hierbei handelt es sich um Refinanzierungsmittel, die diese Kreditinstitute an ihre Kunden zu besonders günstigen Konditionen und unter Einhaltung bestimmter Förderzwecke weiterreichen müssen.     

Rekordergebnis im Jahr 2008

Die WK kann auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2008 zurückblicken. Das Volumen der allgemeinen Wohnraumförderung mit einem Subventionsbarwert von 103,5 Mio. € wurde nahezu vollständig ausgeschöpft. "Die WK hat das beste Förderergebnis seit fünf Jahren erzielt. In fast allen Segmenten konnte die Zahl der Förderzusagen gegenüber dem ohnehin schon sehr guten Vorjahr nochmals erhöht werden", freut sich Uwe Qualmann Vorstandsvorsitzender der WK. Schwerpunkt der Fördertätigkeit ist neben der Verbesserung des Hamburger Wohnraumangebots die energetische Optimierung von Neu- und Altbauten.

2008 hat die WK aus städtischen Förderprogrammen Darlehen in Höhe von insgesamt 186,5 Mio. € (Vorjahr: 179,1 Mio. €) bewilligt. Die Höhe der gewährten Zuschüsse liegt mit 84,4 Mio. € ebenfalls deutlich über dem Ergebnis des Vorjahrs von 52,4 Mio. €. Zusätzlich hat die WK Förderdarlehen der KfW im Wert von 69,3 Mio. € (Vorjahr 70,4 Mio. €) an ihre Kunden weitergegeben. Diese KfW-Darlehen werden in der Regel ergänzend zu den WK-eigenen Programmen eingesetzt.

Die Förderzahlen im Einzelnen

Für den Neubau sowie den Um- und Ausbau von Mietwohnungen wurden Fördermittel für insgesamt 1.213 Wohnungen in Anspruch genommen. Dies bedeutet einen deutlichen Anstieg der Nachfrage gegenüber dem Vorjahr (725 Wohnungen). Von den 1.213 Wohneinheiten sind 586 Sozialwohnungen (Vor-jahr: 479).

In der Eigentumsförderung konnte mit insgesamt 966 geförderten Objekten  das Vorjahresergebnis (917 Objekte) nochmals übertroffen werden. Der Anteil der gebrauchten Immobilien an den Förderzusagen lag wie im Vorjahr bei rund 50 %.

Im Hamburgischen Modernisierungsprogramm für Mietwohnraum konnte die WK 6.742 Wohnungen (Vorjahr: 5.224 Wohnungen) fördern.

Im Rahmen des Programms "Wärmeschutz im Gebäudebestand", aus dem die Modernisierung von Wohneigentum gefördert wird, hat die WK im vergangenen Jahr Zuschüsse für insgesamt 3.387 Eigenheime bzw. Eigentumswohnungen bewilligt. Mit Mitteln aus gleichem Programm konnten im letzten Jahr außerdem 601 Gewerbeimmobilien energetisch modernisiert werden.

Jahrespressekonferenz als Download