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Förderung für Erneuerbare Wärme ausgeweitet – überarbeitete Förderrichtlinie schafft neue Anreize

Wer sich mit der Heizungserneuerung beschäftigt, sollte vorher den Einsatz staatlicher Fördergelder prüfen. Zuschüsse begünstigen den Einsatz moderner Technologien.

Etwa die Hälfte aller privaten Heizungsanlagen wurde vor 1997 installiert und ist damit älter als die Stiftung Warentest Eigenheimbesitzern empfiehlt. Nach Einschätzung der Verbraucherorganisation hat ein Heizkessel nach etwa 15 Jahren seinen Dienst getan. Da rund 85 % des Energieverbrauchs in privaten Haushalten für Heizung und Warmwasser eingesetzt werden, birgt die Erneuerung der Anlagen ein hohes Einsparpotential.

Der Austausch des alten Kessels gegen ein neues Modell ist somit eine gängige Methode, um Einsparpotentiale zu nutzen, und zeigt bei der Energieabrechnung spürbare Effekte. In Hinblick auf die Klimabilanz kann der Kesseltausch jedoch nur zweite Wahl sein, denn effiziente und gleichzeitig umweltfreundliche Alternativen stehen bereit. So kann jeder – beispielsweise durch die Nutzung von erneuerbaren Energien oder Biomasse – persönlich zur Energiewende beitragen und sich außerdem attraktive staatliche Zuschüsse sichern. Seit dem 01.11.2016 werden nun auch bei besonders gut gedämmten Neubauten Solarthermieanlagen gefördert.

  • Solarthermie nutzt die Sonnenstrahlung und wandelt diese in Wärme um. Damit wird Brauchwasser erwärmt oder sogar eine komplette Heizung betrieben. Hamburgs Förderbank trägt 100 € je Quadratmeter Bruttokollektorfläche bei Anlagen zur Warmwasserunterstützung und 200 € je Quadratmeter bei gleichzeitiger Heizungsunterstützung. Der zusätzliche Austausch der Heizungsanlage wird mit mindestens 1.000 € gefördert, ausgenommen Ölheizungen.
  • - Auch moderne Zentralheizungen können mit Biomasse-Material befeuert werden. Holzpellets, Hackschnitzel, Pflanzenöl oder Biogas kommen als Brennstoff infrage. Die Höhe der städtischen Zuschüsse hängt in diesem Fall von der Nennwärmeleistung der Anlage ab. Eine alleinige Förderung dieser Heizungsanlagen ist ab einer Leistung von 100 kW möglich.


Insbesondere für Quartiere und die Wohnungswirtschaft setzt die überarbeitete Förderrichtlinie neue Anreize. So werden künftig Wärmepumpen ab 40kW, die Modernisierung, die Erweiterung und der Neubau von Wärmeverteilnetzen sowie die Einbindung großer Wärmespeicher ab 4 Kubikmeter mit nicht unerheblichen Zuschüssen gefördert.

Die Hamburgische Investitions- und Förderbank berät Sie unabhängig und kostenfrei zu Fördermöglichkeiten für den Heizungsaustausch unter 040 / 24846 129. Die KfW und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bieten zusätzliche Förderungen an. Die Leistungen sind in den meisten Fällen kombinierbar.

Ausführliche Informationen rund um die Heizungsförderung der IFB Hamburg finden Sie hier.

Zu einem Förderbeispiel.

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