Details

IFB Hamburg – Universelles Förderinstitut mit breiter Akzeptanz

Im August 2018 war es genau fünf Jahre her, als die damalige Hamburgische Wohnungsbaukreditanstalt (WK) zu einer universellen Förderbank weiterentwickelt wurde.

Seitdem unterstützt das Institut als Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) die Hansestadt in den Bereichen Wohnen, Wirtschaft, Umwelt sowie Innovation. Erfolgreich hat sie sich mit ihrer deutlich erweiterten Rolle als zentraler Förderdienstleister für die Bewohner und Unternehmen in der Stadt etabliert. Mittlerweile umfasst das breitgefächerte Leistungsspektrum über 40 Förderprogramme.

Zum 1. April 1953 nahm die Hamburgische Wohnungsbaukasse ihre Arbeit auf, die schnell Erfolge zeigte. Heute können wir stolz sagen, dass fast jede zweite Wohnung in Hamburg mit öffentlicher Förderung unterstützt wurde. 60 Jahre später stand der nächste Meilenstein an: Aus der zwischenzeitlich umfirmierten Hamburgischen Wohnungskreditanstalt wurde 2013 die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg). Ziel war die Bündelung aller Maßnahmen zur Wohnraum-, Wirtschafts-, Innovations-, Klima- und Umweltschutzförderung in einem Institut, um eine zentrale Anlaufstelle für Förderinteressierte und eine Kompetenzstelle der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH) zu schaffen. Das Förderinstrumentarium sollte um die darlehensbasierte Förderung und Nutzung zinsgünstiger Refinanzierungsmittel erweitert werden. Die EU-Strukturfondsförderung sollte umgesetzt und weitere EU-Förder- sowie Bundesmittel vermehrt genutzt werden. Ziel war es, den Standort Hamburg in seiner Attraktivität für Existenzgründer, Unternehmen und Investoren zu stärken.

Nach fünf Jahren lässt sich auch hier eine Erfolgsgeschichte schreiben. Seit Gründung wurden durch die IFB Hamburg nominale Fördermittel im Umfang von rund 3,6 Mrd. Euro bewilligt. Davon entfielen auf die neuen Geschäftsfelder Wirtschaft und Umwelt 264 Mio. Euro und 45 Mio. Euro auf Innovation. Die Geschäftsfelder Wohnungsbau und Wirtschaft zeichnen sich eher durch Darlehen aus, in den Umwelt-Programmen erfolgt die Förderung primär durch Zuschüsse und bei Innovation stehen Zuschüsse sowie Beteiligungen im Fokus. Fast 3.000 Anträge wurden allein in den neuen Geschäftsfeldern bewilligt.

Übernahme und Ausbau des Fördergeschäfts
Die Startphase war durch die Übernahme von bestehenden Förderprogrammen aus den jeweiligen Behörden und die Integration der Innovationsstiftung Hamburg in die IFB Hamburg geprägt. Darüber hinaus wurde das Förderinstrumentarium in den neuen Geschäftsfeldern systematisch ausgeweitet, um Förderlücken zu schließen und neue förderpolitische Zielsetzungen umzusetzen. So wurden bis heute fünf darlehensbasierte Förderprogramme zur Unterstützung der mittelständischen Wirtschaft aufgelegt. Auch bei der Förderung von innovativen Unternehmen deckt das Angebot mittlerweile den gesamten Unternehmenszyklus ab. Mit dem Gründerstipendium InnoFounder und dem Hamburger Innovations-Wachstumsfonds wird die Förderung weitere ausgebaut. In der Umweltförderung werden mittlerweile elf eigenständige Programme angeboten und Umweltaspekte sind fester Bestandteil in vielen anderen Förderprogrammen.

Zentraler Ansprechpartner für Kunden und Partner
Der Fokus war insbesondere darauf gerichtet, eine zentrale Anlaufstelle für Förderinteressierte zu schaffen, die nicht nur zu den eigenen Förderprogrammen informiert und berät, sondern auch zu Bundes- und EU-Programmen. Das IFB Beratungscenter Wirtschaft beantwortet heute im Schnitt rund 500 Anfragen pro Jahr und informiert jährlich bei mehr als 50 Veranstaltungen über 3.000 Interessenten zu allen Fragen der Förderung. Die IFB Hamburg trägt dadurch zu wesentlich mehr Transparenz bei Landes-, Bundes- und EU-Förderungen bei. Das hohe Beratungsniveau in der Wohnraumförderung konnte auch bei deutlich gestiegenen Bewilligungsvolumina fortgeschrieben werden.
Die IFB Hamburg arbeitet intensiv mit den verschiedenen Behörden zusammen und steht im direkten Austausch mit Hausbanken, Kammern, Clusterorganisationen, Technologietransferstellen, Verbänden und anderen Stakeholdern, um den fachlichen Austausch für eine Weiterentwicklung der Förderlandschaft sowie eine umfassende Information zur Förderung zu gewährleisten.

Ausbau der Innovationsförderung
Der Ausbau der Innovationsförderung zeigt sich nicht nur in einem erweiterten Produktportfolio, sondern auch in der Zahl der geförderten Unternehmen und ausgereichten Mittel. In den Jahren 2013 bis 2017 konnte die Zahl der bewilligten Anträge pro Jahr von 26 auf 53 mehr als verdoppelt werden. Seit 2013 wurden Zuschüsse und Beteiligungen in Höhe von 45 Mio. Euro an innovative Unternehmen vergeben, rund 90 % davon gingen an kleine und mittlere Unternehmen sowie Startups.

Zuverlässiger Partner für Unternehmen
Bestehende Unternehmen können von zinsgünstigen Darlehen profitieren. Hier wurden durch den Hamburg-Kredit Wachstum seit der Gründung über 300 Unternehmen mit Darlehen von 74,3 Mio. Euro, die durch die Hausbanken ausgereicht wurden, unterstützt. Die Förderbank beteiligt sich an Konsortialfinanzierungen und bietet zinsgünstige Refinanzierungen für größere Unternehmensinvestitionen. Mit allen Banken, die am Standort Hamburg aktiv sind, wurden Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet, die einen schnellen Austausch und schnelle Bewilligungen ermöglichen.

Verlässliche Wohnraumförderung
Im Vergleich zu den anderen Bundesländern hebt sich Hamburg insbesondere im Bereich der Wohnraumförderung ab, welche die IFB Hamburg seit über sechs Jahrzehnten mit hoher Qualität und großer Verlässlichkeit umsetzt. Dem kurzfristigen Bedarf an Flüchtlingswohnungen 2015 und 2016 sowie der Erhöhung der Zielzahl bei geförderten Wohnungen um über 50 % auf nunmehr 3.000 Wohnungen pro Jahr konnte die IFB Hamburg mit Erfolg entsprechen. Eine enge Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungen gibt es bei der Umweltförderung, die sich als Querschnittsthema durch viele Förderangebote zieht. Das Angebot an Durchleitungsdarlehen der KfW wurde seit 2013 sukzessive ausgebaut und vom Bund bereitgestellte Refinanzierungsangebote wurden verstärkt eingesetzt.

Erschließung von Drittmitteln
Programmbezogene Globaldarlehen der KfW standen in der Wohnraumförderung schon länger als zinsbegünstigte Refinanzierungsmöglichkeit zur Verfügung. Diese werden nun auch für die Wirtschaftsförderung genutzt. Darüber hinaus wurde die Förderung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in der IFB Hamburg gebündelt. Rund 55 Mio. Euro stehen hier für innovative sowie Umwelt-Projekte in Hamburg zur Verfügung. Zudem ist es der Förderbank gelungen, mit dem Hamburg-Kredit Innovation nicht nur die Förderlücke im Bereich darlehensbasierter Innovationsförderung zu schließen, sondern über die im Programm genutzte Rückbürgschaft des Europäischen Investitionsfonds (EIF) erstmals auch Mittel aus dem sogenannten Juncker-Plan für Hamburg zu nutzen.

Effiziente Personalstruktur
Die IFB Hamburg beschäftigte zum 31. Dezember 2017 insgesamt 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hier ist ein deutlicher Zuwachs gegenüber dem Stand zum Ende 2012 zu verzeichnen (196 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter), der sowohl auf den Aufgabenzuwachs als auch die Erweiterung der Wohnraumförderung zurückzuführen ist. Im Vergleich zu den anderen Förderbanken verfügt die IFB Hamburg über eine geringe absolute Mitarbeiterzahl mit relativ niedrigen Personalkosten, auch die Sachkosten liegen im unteren Bereich. Betrachtet man die bewilligte Förderung, zeigt sich ein vergleichsweise hohes Vergabevolumen pro Mitarbeiter. Dieser Indikator zeigt die insgesamt gute Förder-effizienz der IFB Hamburg. Das gute Abschneiden ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil sie zu den kleineren Landesförderinstituten gehört, aber dennoch überdurchschnittlich viele Förderprogramme umsetzt.

Transparenz in der Förderlandschaft
Schon wenige Jahre nach der Gründung hat sich die IFB Hamburg als verlässlicher zentraler Förderdienstleister der FHH etabliert – für die auftraggebenden Behörden, vor allem aber die Förderkunden. Alle finanziellen Fördermaßnahmen in den Bereichen Wohnen, Wirtschaft und Umwelt sowie Innovation sind jetzt in einem universellen Förderinstitut gebündelt. Das Fördergeschäft wurde konsequent ausgeweitet und erfolgreich weiterentwickelt, Drittmittel des Bundes und der EU werden noch besser für Hamburg genutzt. Die neuen Bankstrukturen haben sich in der Praxis erfolgreich bewährt. Die IFB Hamburg präsentiert sich heute als kundenorientierte, zentrale und effizient arbeitende Anlaufstelle rund um das Thema Förderung in Hamburg mit einem umfangreichen Informations- und Beratungsangebot.