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Verstärkten Einsatz von EU-Fördermitteln ermöglichen

55 Mio. Euro EFRE-Fördermittel werden über die IFB Hamburg in eine Reihe von Maßnahmen zu den Themen Umwelt, Innovation und Wachstum investiert.

Mit der Gründung der IFB Hamburg sollten verstärkt Fördermittel der EU über eine zentrale Stelle nach Hamburg geholt werden. Im Rahmen des Hamburger Operationellen Programms für den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) stehen Hamburg bis 2020 EU-Mittel in Höhe von 55 Mio. Euro zur Verfügung. Diese Mittel werden zu einem großen Teil von der IFB Hamburg verwaltet und erfolgreich in eine Reihe von Maßnahmen investiert.

Ziel der Hamburger EFRE-Förderung für den Zeitraum 2014 bis 2020 sind „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung“. Dazu sollen Innovationen und nachhaltiges Wachstum unterstützt werden. Die Freie und Hansestadt Hamburg hat die IFB Hamburg mit der Verwaltung mehrerer EFRE-Maßnahmen betraut. Die Förderbank verantwortet die Bewilligung und die Abwicklung der Vorhaben, von der Antragsberatung bis zum Abschluss der Projekte. Damit nimmt sie ihre zentrale Rolle als Förderinstitut der Freien und Hansestadt Hamburg wahr.

Förderung für Umwelt, Innovation und Wachstum
Die EFRE-Förderung wird in Hamburg vielfältig eingesetzt: Die Clusterbrücken-Projekte dienen der Weiterentwicklung innovativer Plattformen und der Vernetzung bestehender Cluster, um zusätzliche Potenziale für Produkt- und Prozessinnovationen zwischen den verschiedenen Clustern zu nutzen. Der Transfer zwischen Wirtschaft und Forschung wird im Programm PROFI TransferPlus gefördert und stärkt die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

Mit dem Innovationsstarter Fonds Hamburg II erhalten Startups Zugang zu Kapital aus einem revolvierenden Beteiligungsfonds, um sich am Markt etablieren zu können. Das Programm Energiewende in Unternehmen fördert Maßnahmen zur Reduzierung von CO2-Emissionen und schafft Möglichkeiten zur effizienten Nutzung von Energie. Auch der Forschungsbau des Fraunhofer Centers für Maritime Logistik und Dienstleistungen in Harburg sowie die cross-innovative Vernetzung der Kreativwirtschaft mit weiteren Wirtschaftszweigen werden mittels EFRE gefördert.

Innovationskraft im Gesundheitssektor
Im Rahmen der Clusterbrücken-Initiative fördert die IFB Hamburg ein Konzept, das mit HiHeal und eHealth zwei Teilprojekte innerhalb einer gemeinsamen Strategie verfolgt: Die Clusterorganisationen Life Science Nord Management GmbH (LSN) und Gesundheitswirtschaft Hamburg GmbH (GWHH) verfolgen das Ziel, die Innovationskraft im Gesundheitswesen zu stärken. „Bis 2021 steht ihnen jeweils rund 1 Mio. Euro an Fördergeldern zur Verfügung“, so Christine Freitag, für die EU-Förderung zuständige Leiterin bei der IFB Hamburg. „Damit werden gezielt neuartige Lösungen für den Gesundheitssektor gefördert.“

Das Teilprojekt HiHeal – Hygiene, Infection & Health – verbindet norddeutsche Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Kliniken und Kostenträger für den Bereich Infektion und Hygiene. In dem Innovationsnetzwerk wird besonders auf die Themenfelder Prävention, Diagnostik, akute Therapien und klinische Innovationsfelder fokussiert, um der immer schnelleren Ausbreitung von Infektionen und Erregern entgegenzuwirken.

Gleichzeitig fordern die Digitalisierung, der demografische Wandel und ein gesteigertes Gesundheitsbewusstsein neue Lösungsansätze im Gesundheitsbereich. Das Teilprojekt eHealth verfolgt das Ziel, ein branchenübergreifendes Netzwerk in Hamburg zu etablieren, in dem von der Forschung und Entwicklung über die wirtschaftliche Vermarktung bis hin zur Endanwendung neue Impulse und Synergien entstehen, welche die Entwicklung und Anwendung von neuen innovativen Prozessen, Methoden, Produkten und Dienstleistungen befördern.