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Nur wenige Änderungen in der Wohnungsbauförderung 2018

Neue Förderrichtlinien stehen zum Download bereit

Um die Erfolge aus 2017 fortzuschreiben stellt der Senat auch in 2018 im Rahmen seiner Wohnungsbauförderung Fördermittel für rund 3.000 geförderte Neubaumietwohnungen und rund 6.000 Modernisierungen bereit. Das Gesamtvolumen für das Wohnraumförderprogramm 2018 beläuft sich auf 250,61 Mio. Euro (2017: 245 Mio. Euro) Subventionsbarwert, der allein in diesem Jahr für Neubewilligungen zur Verfügung steht.

Deshalb wird die Wohnungsbauförderung im Kern gegenüber den Vorjahren weiter verstetigt. Folgende Neuerungen und Anpassungen wurden dabei vorgenommen:
Um steigende Baukosten rechtzeitig in der Förderung zu antizipieren, erfolgt eine pauschale Erhöhung der Förderung um 2%

Im geförderten Mietwohnungsneubau im ersten Förderweg wurde die Obergrenze für die monatliche Anfangsmiete um 10 Cent auf 6,50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche netto-kalt angehoben. Im 2. Förderweg stieg die Anfangsmiete ebenfalls um 10 Cent auf 8,60 Euro.

Geringfügige Anpassungen beim Neubau von Mietwohnungen
In allen Neubauförderrichtlinien wird der Wert, ab dem die barrierereduzierte Grundausstattung obligatorisch ist, von bisher mindestens 3 Etagen und mindestens 10 Wohnungen auf künftig mindestens 4 Etagen und mindestens 10 Wohnungen angehoben. Durch die Erhöhung des Schwellenwertes wird sowohl die Verhältnismäßigkeit bzgl. der Investitionskosten für den Einbau eines Aufzuges gesteigert als auch die Betriebskostenbelastung der Mieterinnen und Mieter in der Folge begrenzt.

Zur Förderung von E-Mobilität wird ein optionaler Förderbaustein in die Neubauförderrichtlinien aufgenommen. Ein für die Aus- bzw. eine spätere Nachrüstung mit individuellen Ladestationen für E-Mobile erforderlicher verstärkter Hausanschluss wird mit einem pauschalen Zuschuss in Höhe von 1.000,– € pro Hausanschluss gefördert.
Künftig werden in Tiefgaragen auch Stellplätze für z.B. Lastenräder, Motorräder etc., die aufgrund ihrer Größe oder Wenderadien nicht im individuellen Abstellraum abgestellt werden können, gefördert.

Höhere Förderung für umfassende Modernisierung von Eigenheimen
Im Programm Wärmeschutz im Gebäudebestand werden die Förderkonditionen im Bilanzverfahren verbessert und so der Anreiz für umfassende energetische Modernisierungen verstärkt. Hier werden die Zuschüsse pro eingesparte Kilowattstunde in allen drei Stufen auf 30, 40 bzw. 50 Cent erhöht. Zukünftig werden die Förderstufen den Kriterien für das KfW-Effizienzhaus folgen, beginnend mit den Kriterien für das Effizienzhaus 85. Die Fördersystematik wird von der Betrachtung des Heizenergiebedarfs auf Endenergiebedarf umgestellt, so dass zukünftig auch Investitionen in Anlagentechnik mitberücksichtigt werden können.

Anhebung der Kaufpreisobergrenze bei der Eigenheimförderung
Die Kaufpreisobergrenze bei der Eigenheimförderung wird um 20.000 Euro angehoben, für einen Zweipersonen-Haushalt also von 400.000 € auf 420.000 €. Die Grenze wurde in den letzten Jahren nicht angehoben und steigt vor dem Hintergrund der Marktentwicklung deshalb etwas deutlicher um 5 %.

Für Ihre Fragen stehen Ihnen die Berater der IFB Hamburg gerne zur Verfügung!

Download der neuen Förderrichtlinien