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Baugemeinschaftspreis 2017 verliehen

Sieben vorbildliche Baugemeinschaften ausgezeichnet

Anfang November 2017 wurden die Preisträger des Baugemeinschaftspreises 2017 der Freien und Hansestadt Hamburg bekannt gegeben. Die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Dr. Dorothee Stapelfeldt, überreichte im Rahmen des Baugemeinschaftsforums der Lawaetz-Stiftung die Auszeichnungen an sieben Baugemeinschaften in zwei Kategorien.

Baugemeinschaftspreis 2017 verliehen

Mit der Einrichtung der Agentur für Baugemeinschaften im Jahr 2003 hat Hamburg dieses Gemeinschaftsmodell zu einem festen Baustein der Wohnungspolitik gemacht. 2011 wurde der Baugemeinschaftspreis zum ersten Mal vergeben. Im Sommer 2017 konnte das 100. städtisch unterstützte gemeinschaftliche Bauprojekt bezogen werden. Für die Auszeichnung 2017 wurden insgesamt neun Projekte von Hamburger Baugemeinschaften gemeinsam mit ihren Baubetreuern und Architekten eingereicht. Der Baugemeinschaftspreis wird von der Agentur für Baugemeinschaften der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen zum zweiten Mal nach 2011 ausgerichtet. Er ist mit insgesamt 20.000 € dotiert.

Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt: „Die Baugemeinschaften sind bedeutsam für unsere Stadt. Ihr prozentualer Anteil am gesamten Hamburger Wohnungsbau mag gering sein. Umso wichtiger aber ist die Qualität ihrer Projekte und deren sozialer Wert für die Quartiere und unsere Gesellschaft insgesamt. Das beeindruckende jahrelange Engagement der Beteiligten für ihr jeweiliges Projekt geht nahezu selbstverständlich mit einem hohen Maß an Identifizierung mit dem eigenen Stadtteil einher. Das verdient unsere Anerkennung.“

Preisträger in der Kategorie Junge Baugemeinschaften 

Mit dem 1. Preis in der Kategorie „Junge Baugemeinschaften (Bezug ab Anfang 2011 oder im Bau)“ wurde die Baugemeinschaft „Stadt.Land.Fluss“ in Ochsenwerder ausgezeichnet. Aus Sicht der Jury ist sie ein besonders gelungenes Beispiel einer Baugemeinschaft, die sich in den ländlichen Raum integriert. Zudem lobte die Jury das soziale Konzept sowie die vielfältigen Maßnahmen in Ökologie, Energie und Freiraum. Beispielsweise betreibt die Baugemeinschaft ein Nahwärmenetz mit einem Eisspeicher.

Den 2. Preis erhielt die Baugemeinschaft „DOCK 71“ in der HafenCity. Die Jury würdigte insbesondere das Überwinden erheblicher Hürden während der Planungs- und Bauzeit, da unterdessen die übrigen Baufeldpartner mehrfach wechselten. Mit ca. 60 Wohneinheiten und zusätzlichen sechs Gewerbeeinheiten ist das „DOCK 71“ die größte eingereichte Baugemeinschaft.

Den 3. Preis erhielt die Baugemeinschaft „Jenfelder Au“. Die Baugemeinschaft hatte aufgrund erheblicher Fluktuation in der Entwicklungsphase sowie der zögerlichen Gesamtentwicklung des Areals mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Durch das starke Engagement der Kerngruppe konnte das Projekt jedoch realisiert werden und die Baugemeinschaft konnte als eine der ersten ihr neues Zuhause beziehen. Die Baugemeinschaft „Jenfelder Au“ ist zudem die 100. Baugemeinschaft, die mit Unterstützung der Agentur für Baugemeinschaften der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen in Hamburg entstanden ist.

Die Baugemeinschaft „Neue Hamburger Terrassen“ in Wilhelmsburg wurde darüber hinaus mit einer „Besonderen Anerkennung für Architektur und Städtebau“ gewürdigt.

Preisträger in der Kategorie „Etablierte Baugemeinschaft

In der Kategorie „Etablierte Baugemeinschaft (Bezug bis 2010)“ entschied sich die Jury, drei Einreichungen gleichwertig als Preisträger des Baugemeinschaftspreises 2017 auszuzeichnen. Trotz der sehr unterschiedlichen Schwerpunkte der Projekte besitzen die Baugemeinschaften dieser Kategorie herausragende und preiswürdige Charakteristika.

Ausgezeichnet wurde die Baugemeinschaft „Brachvogelweg“ in Lurup, die sich nach einem Bauschaden von Grund auf reorganisiert hat. „Dieses Zusammenrücken der Bewohnerinnen und Bewohner ist aufgrund der Schwierigkeiten ebenso hervorzuheben wie die selbst erarbeitete genossenschaftliche Struktur mit innovativen Elementen wie zum Beispiel dem Kinderparlament“, urteilte die Jury.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde die Baugemeinschaft „WEG Marktstraße 7–9“. Dieses Projekt zeichnet sich aus Sicht der Jury insbesondere durch das soziale Konzept der solidarischen Finanzierung aus, wodurch finanziell schwächer gestellten Bewohnerinnen und Bewohnern der Eigentumserwerb ermöglicht wurde.
Die dritte Preisträger ist „Die Brennerei“ in St. Georg. Das ursprünglich gewerblich genutzte Gebäude wurde zum Wohngebäude umfunktioniert, der Charme der ehemaligen Nutzung wurde bewahrt. Die Jury würdigte im Besonderen den Erhalt der denkmalgeschützten Impfhalle und deren Einbettung in das Wohnkonzept.

Ausstellung im Foyer der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen

Die ausgezeichneten Projekte werden in einer Broschüre veröffentlicht. Sie können darüber hinaus vom 13. bis 29. November 2017 im Foyer der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen in Wilhelmsburg, Neuenfelder Straße 19, wochentags zwischen 8 und 19 Uhr besichtigt werden. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

Förderung für Baugemeinschaften

Fast alle der ausgezeichneten Baugemeinschaften nutzten die Förderung der IFB Hamburg. Ob es nun eine Baugemeinschaft mit individuellem Eigentum, mit genossenschaftlichem Eigentum oder eine Mietergemeinschaften im Bestand ist, die IFB Hamburg bietet zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse für das jeweilige Projekt.

Weitere Informationen zur Förderung.

Ihr Ansprechpartner bei Fragen zu Eigentumsobjekten:

Beratungszentrum Privatkunden, Telefon  040 / 248 46- 480 oder privatkunden(at)ifbhh.de

Ihre Ansprechpartner bei Fragen zu Mietwohnungsobjekten: 

Herr Schmidt, Telefon 040 / 248 46 – 357 oder Herr Günther, Telefon 040 / 248 46 - 314